Kommentar zur Verzögerung des Spielplatzes am Kaiser-Denkmal: "Eine wichtige Ergänzung" Carsten Korfesmeyer Eines hat der Naturschutzbeirat ganz bestimmt: die Ruhe weg. Zwei Jahre liegt die Idee einer Kinderaktionsfläche schon auf dem Tisch – eine sehr lange Zeit, in der es offensichtlich einigen Mitgliedern nicht möglich war, sich persönlich vor Ort ein Bild von dem Gelände an der Felswand hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu verschaffen. Das irritiert. Einerseits, weil manchem Naturschutzbeiratsmitglied das Areal hinter dem bedeutendsten Ausflugsziel des Kreises scheinbar noch unbekannt ist. Andererseits aber auch, weil es ein Projekt dieser Größe und Bedeutung, obendrein mit Fördermitteln kräftig unterstützt, die Entscheidungsträger nicht von selbst zu einem Abstecher an Ort und Stelle motivieren kann. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bietet seinen Gästen viel. Ein Besuch dient der Erholung, aber auch einer informativen Konfrontation mit der Geschichte. Das alles mag Erwachsene und Jugendliche ansprechen, doch Kinder finden sich bislang weniger berücksichtigt. Ihnen mit einer Aktionsfläche etwas zu bieten, könnte so manche Familien zu einem Ausflug ans Denkmal motivieren, der aufgrund fehlender kindgerechter Angebote bisher unterblieb. Und ja: das Denkmal ist in erster Linie ein Ort, an dem sich die Menschen begegnen. Das ist seit 124 Jahren auch so gewollt und in der langen Zeit hat das Zusammenspiel zwischen Kultur und Natur funktioniert. Ein Spielplatz wird das nicht kaputt machen.

Kommentar zur Verzögerung des Spielplatzes am Kaiser-Denkmal: "Eine wichtige Ergänzung"

Eines hat der Naturschutzbeirat ganz bestimmt: die Ruhe weg. Zwei Jahre liegt die Idee einer Kinderaktionsfläche schon auf dem Tisch – eine sehr lange Zeit, in der es offensichtlich einigen Mitgliedern nicht möglich war, sich persönlich vor Ort ein Bild von dem Gelände an der Felswand hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu verschaffen.

Das irritiert. Einerseits, weil manchem Naturschutzbeiratsmitglied das Areal hinter dem bedeutendsten Ausflugsziel des Kreises scheinbar noch unbekannt ist. Andererseits aber auch, weil es ein Projekt dieser Größe und Bedeutung, obendrein mit Fördermitteln kräftig unterstützt, die Entscheidungsträger nicht von selbst zu einem Abstecher an Ort und Stelle motivieren kann.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bietet seinen Gästen viel. Ein Besuch dient der Erholung, aber auch einer informativen Konfrontation mit der Geschichte. Das alles mag Erwachsene und Jugendliche ansprechen, doch Kinder finden sich bislang weniger berücksichtigt. Ihnen mit einer Aktionsfläche etwas zu bieten, könnte so manche Familien zu einem Ausflug ans Denkmal motivieren, der aufgrund fehlender kindgerechter Angebote bisher unterblieb.

Und ja: das Denkmal ist in erster Linie ein Ort, an dem sich die Menschen begegnen. Das ist seit 124 Jahren auch so gewollt und in der langen Zeit hat das Zusammenspiel zwischen Kultur und Natur funktioniert. Ein Spielplatz wird das nicht kaputt machen.

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