Kommentar zur Suchtberatung im Kreis Minden-Lübbecke: Unersetzlich Ein Bier trinken während des Fußballspiels, ein Glas Wein zum Feierabend – für viele gehört das zum Alltag dazu. Doch man darf dabei nicht vergessen: Alkohol ist ein Gift, das die Organe des Körpers sowie die Psyche schädigt und auf Dauer zerstört. Und meist ist es ein schleichender Weg in den Alkoholismus – und am Ende finden Betroffene alleine nicht mehr heraus. Umso wichtiger sind Angebote der Suchtberatung, die Erkrankten hilft und sie auf dem Weg aus der Sucht begleitet – und das über Jahre hinweg. Diese Arbeit ist komplex und schwierig – und kostet deshalb viel Geld. Doch diese Arbeit ist zwingend erforderlich: Mehr als 6.000 Menschen im Mühlenkreis sind alkoholabhängig – eine schockierende Zahl, die wohl noch deutlich höher ist, da sich längst nicht alle Süchtigen überwinden können, professionelle Hilfe zu suchen. Dass die Träger nicht mehr bereit sind, rund 60 Prozent der Kosten selbst zu übernehmen, ist verständlich. Die Zuschüsse sind gedeckelt, die Kosten hingegen steigen Jahr für Jahr. Doch welcher Zuschuss ist angemessen? Hier ist die Politik gefragt. Vielleicht findet sich ja ein Kompromiss, der für beide Seiten in Ordnung ist. Und für die Zukunft muss die Politik das Thema ganzheitlich angehen. Ansonsten droht die Gefahr, dass die Träger gegeneinander ausgespielt werden. Das darf nicht passieren.

Kommentar zur Suchtberatung im Kreis Minden-Lübbecke: Unersetzlich

© Alex Lehn

Ein Bier trinken während des Fußballspiels, ein Glas Wein zum Feierabend – für viele gehört das zum Alltag dazu. Doch man darf dabei nicht vergessen: Alkohol ist ein Gift, das die Organe des Körpers sowie die Psyche schädigt und auf Dauer zerstört. Und meist ist es ein schleichender Weg in den Alkoholismus – und am Ende finden Betroffene alleine nicht mehr heraus. Umso wichtiger sind Angebote der Suchtberatung, die Erkrankten hilft und sie auf dem Weg aus der Sucht begleitet – und das über Jahre hinweg.

Diese Arbeit ist komplex und schwierig – und kostet deshalb viel Geld. Doch diese Arbeit ist zwingend erforderlich: Mehr als 6.000 Menschen im Mühlenkreis sind alkoholabhängig – eine schockierende Zahl, die wohl noch deutlich höher ist, da sich längst nicht alle Süchtigen überwinden können, professionelle Hilfe zu suchen.

Dass die Träger nicht mehr bereit sind, rund 60 Prozent der Kosten selbst zu übernehmen, ist verständlich. Die Zuschüsse sind gedeckelt, die Kosten hingegen steigen Jahr für Jahr. Doch welcher Zuschuss ist angemessen? Hier ist die Politik gefragt. Vielleicht findet sich ja ein Kompromiss, der für beide Seiten in Ordnung ist.

Und für die Zukunft muss die Politik das Thema ganzheitlich angehen. Ansonsten droht die Gefahr, dass die Träger gegeneinander ausgespielt werden. Das darf nicht passieren.

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