Kommentar zu den Stichwahlen im Kreis Minden-Lübbecke: Veränderungswahl Benjamin Piel Die Kommunalwahl 2020 war eine historische. Nicht nur, weil sie im Corona-Jahr stattgefunden hat. Auch, weil sie entscheidende Veränderungen bringt, die Minden-Lübbecke tief prägen dürften. Und zwar nicht nur mittelfristig, sondern auf längere Sicht. Eine besonders augenfällige: Für die SPD in Minden-Lübbecke bedeutet das Ergebnis eine Zeitenwende. Hatte die Partei in der Vergangenheit im Kreisgebiet selbst dann noch die Nase vorn, wenn es auf Bundesebene gar nicht gut lief, ist das nun vorbei. Das Landratsamt geht an eine Christdemokratin. In der ehemals roten Hochburg Porta Westfalica ging SPD-Kandidat Jörg Achilles gegen seine CDU-Kontrahentin regelrecht unter. Im Portaner Rat haben SPD und CDU nun gleich viele Sitze. Der parteiinterne Sturzversuch in Hille scheiterte gegen Amtsinhaber Michael Schweiß. Im Rat dort hat die SPD jetzt einen Sitz weniger als die CDU. Und in Petershagen ist die CDU inzwischen die klar dominierende Kraft. Mal abgesehen vom fulminanten Wahlsieg des Mindener Bürgermeisters Michael Jäcke bleibt nicht mehr viel für die SPD. Die Sozialdemokraten werden sich nach dieser Wahl überlegen müssen, wie und ob sie das überhaupt noch ändern können. Einfach weitermachen, das kann ganz offensichtlich keine Option sein – zu deutlich war die Absage der Wähler. Und es ist mehr Modernität in Minden-Lübbecke eingezogen. Zum ersten Mal kommt eine Frau ins höchste Amt des Kreises. Und auch in Porta ist es das erste Mal, dass eine Bürgermeisterin im Rathaus sitzt. Das dürfte Frauen in der Politik der Region Auftrieb geben. Es wurde aber auch Zeit!

Kommentar zu den Stichwahlen im Kreis Minden-Lübbecke: Veränderungswahl

Die Kommunalwahl 2020 war eine historische. Nicht nur, weil sie im Corona-Jahr stattgefunden hat. Auch, weil sie entscheidende Veränderungen bringt, die Minden-Lübbecke tief prägen dürften. Und zwar nicht nur mittelfristig, sondern auf längere Sicht.

Eine besonders augenfällige: Für die SPD in Minden-Lübbecke bedeutet das Ergebnis eine Zeitenwende. Hatte die Partei in der Vergangenheit im Kreisgebiet selbst dann noch die Nase vorn, wenn es auf Bundesebene gar nicht gut lief, ist das nun vorbei.

Das Landratsamt geht an eine Christdemokratin. In der ehemals roten Hochburg Porta Westfalica ging SPD-Kandidat Jörg Achilles gegen seine CDU-Kontrahentin regelrecht unter. Im Portaner Rat haben SPD und CDU nun gleich viele Sitze. Der parteiinterne Sturzversuch in Hille scheiterte gegen Amtsinhaber Michael Schweiß. Im Rat dort hat die SPD jetzt einen Sitz weniger als die CDU. Und in Petershagen ist die CDU inzwischen die klar dominierende Kraft. Mal abgesehen vom fulminanten Wahlsieg des Mindener Bürgermeisters Michael Jäcke bleibt nicht mehr viel für die SPD. Die Sozialdemokraten werden sich nach dieser Wahl überlegen müssen, wie und ob sie das überhaupt noch ändern können. Einfach weitermachen, das kann ganz offensichtlich keine Option sein – zu deutlich war die Absage der Wähler.

Und es ist mehr Modernität in Minden-Lübbecke eingezogen. Zum ersten Mal kommt eine Frau ins höchste Amt des Kreises. Und auch in Porta ist es das erste Mal, dass eine Bürgermeisterin im Rathaus sitzt. Das dürfte Frauen in der Politik der Region Auftrieb geben. Es wurde aber auch Zeit!

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