Kommentar zur Situation bei GWD: Grün-Weiße Kakophonie Marcus Riechmann Die GWD-Handballer haben den Wagen beim Re-Start abgebockt. Nun fahren sie noch nicht hinterher, aber sie haben einen kleinen Vorsprung eingebüßt und spüren den Atem der Verfolger. Aber es fehlen nicht nur die Punkte, sondern vor allem fehlt vieles, was das Team zuvor ausgezeichnet und stark gemacht hat. Der Spaß am Spiel und am Miteinander ist der jungen Mannschaft verloren gegangen. In dieser Grundstimmung addieren sich einzelne Fehler zu einem Sog, der das Team runterzieht. Hinter Rambo und Knorr – die beide im Sommer gehen werden – reißen Lücken auf: Es fehlt an individueller Qualität und an der Performance als Team. Die beiden Torjäger machen als Stehgeiger ein wenig ihr eigenes Ding, temporeiches Angriffsspiel findet kaum statt. Der Rest steht ratlos daneben oder versteckt sich dahinter. Man will oder kann nicht besser: Zeitz läuft der erhofften Form hinterher, Padshyvalau bleibt ein unerfülltes Versprechen, von der Leistung Pehlivans, einem 22-jährigen Erstliga-Novizen, darf ein Bundesligist eigentlich nicht abhängig sein – ist es aber, mangels Alternativen. Und so wirkt das Ensemble wie ein verstimmtes Orchester, in dessen Kakophonie zwei Solisten eine eigene und auch nicht fehlerfreie Melodie spielen. Es passt derzeit nicht zusammen, was zusammen passen muss, wenn man im Abstiegskampf bestehen will. „Wir kämpfen, aber wir kämpfen jeder allein“, meinte ein Spieler genervt am Donnerstag. Eine wichtige Erkenntnis, an der sich alle ausrichten müssen. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen: Für den Ball, für sich, für den Nebenmann und für den Verein. Sie werden sich zusammenraufen müssen und sie sollten es schnell tun. Denn Zeit ist in der Terminhatz der Corona-Saison ein kostbares Gut.

Kommentar zur Situation bei GWD: Grün-Weiße Kakophonie

Die GWD-Handballer haben den Wagen beim Re-Start abgebockt. Nun fahren sie noch nicht hinterher, aber sie haben einen kleinen Vorsprung eingebüßt und spüren den Atem der Verfolger.

Marcus Riechmann - © Marcus Riechmann
Marcus Riechmann - © Marcus Riechmann

Aber es fehlen nicht nur die Punkte, sondern vor allem fehlt vieles, was das Team zuvor ausgezeichnet und stark gemacht hat. Der Spaß am Spiel und am Miteinander ist der jungen Mannschaft verloren gegangen. In dieser Grundstimmung addieren sich einzelne Fehler zu einem Sog, der das Team runterzieht. Hinter Rambo und Knorr – die beide im Sommer gehen werden – reißen Lücken auf: Es fehlt an individueller Qualität und an der Performance als Team. Die beiden Torjäger machen als Stehgeiger ein wenig ihr eigenes Ding, temporeiches Angriffsspiel findet kaum statt. Der Rest steht ratlos daneben oder versteckt sich dahinter. Man will oder kann nicht besser: Zeitz läuft der erhofften Form hinterher, Padshyvalau bleibt ein unerfülltes Versprechen, von der Leistung Pehlivans, einem 22-jährigen Erstliga-Novizen, darf ein Bundesligist eigentlich nicht abhängig sein – ist es aber, mangels Alternativen.

Und so wirkt das Ensemble wie ein verstimmtes Orchester, in dessen Kakophonie zwei Solisten eine eigene und auch nicht fehlerfreie Melodie spielen. Es passt derzeit nicht zusammen, was zusammen passen muss, wenn man im Abstiegskampf bestehen will. „Wir kämpfen, aber wir kämpfen jeder allein“, meinte ein Spieler genervt am Donnerstag. Eine wichtige Erkenntnis, an der sich alle ausrichten müssen. Es gilt, Verantwortung zu übernehmen: Für den Ball, für sich, für den Nebenmann und für den Verein. Sie werden sich zusammenraufen müssen und sie sollten es schnell tun. Denn Zeit ist in der Terminhatz der Corona-Saison ein kostbares Gut.

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