Kommentar zur Kommunalwahl in Porta: Keine große Überraschung Dirk Haunhorst Jahrzehntelang dominierten die etablierten Parteien den Stadtrat, oft stand Rot-Grün den Kontrahenten von Schwarz-Gelb gegenüber. Diese einfache Farbenlehre ist Geschichte. Nach dem deutlichen Verlust der SPD und dem Einzug von Wählergemeinschaft und AfD ins Parlament dürfte die Suche nach Mehrheiten schwieriger und manche Debatte emotionaler werden. Die neue Bürgermeisterin oder der neue Bürgermeister wird in seiner Moderatoren-Rolle stark gefordert sein. Weder der Zuwachs im Rat noch die Niederlage der SPD ist eine große Überraschung. Dass es eine Wechselstimmung gibt, hat sich bereits beim Bürgerentscheid zur Grundschulsanierung Ende 2018 angedeutet. Das Wahlergebnis ist auch die Konsequenz aus einer (SPD)-Politik, die zuweilen rechthaberische Züge trug, wofür die unverhältnismäßig harte Kritik an der Bauverwaltung das jüngste Beispiel ist. Das Wahlergebnis drückt zudem aus, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur Entscheidungen vorgesetzt bekommen wollen, sondern bei wichtigen Themen gehört werden möchten. Die Ratsfraktionen stehen vor dem Spagat, die öffentliche Meinung stärker zu beachten, ohne politische Überzeugungen, für die sie schließlich gewählt wurden, zu verleugnen. Porta stehen spannende Jahre bevor. Lesen Sie auch Gerlach und Achilles in der Stichwahl - SPD verliert deutlich, CDU nun stärkste Ratsfraktion

Kommentar zur Kommunalwahl in Porta: Keine große Überraschung

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Jahrzehntelang dominierten die etablierten Parteien den Stadtrat, oft stand Rot-Grün den Kontrahenten von Schwarz-Gelb gegenüber. Diese einfache Farbenlehre ist Geschichte. Nach dem deutlichen Verlust der SPD und dem Einzug von Wählergemeinschaft und AfD ins Parlament dürfte die Suche nach Mehrheiten schwieriger und manche Debatte emotionaler werden. Die neue Bürgermeisterin oder der neue Bürgermeister wird in seiner Moderatoren-Rolle stark gefordert sein.

Weder der Zuwachs im Rat noch die Niederlage der SPD ist eine große Überraschung. Dass es eine Wechselstimmung gibt, hat sich bereits beim Bürgerentscheid zur Grundschulsanierung Ende 2018 angedeutet. Das Wahlergebnis ist auch die Konsequenz aus einer (SPD)-Politik, die zuweilen rechthaberische Züge trug, wofür die unverhältnismäßig harte Kritik an der Bauverwaltung das jüngste Beispiel ist.

Das Wahlergebnis drückt zudem aus, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur Entscheidungen vorgesetzt bekommen wollen, sondern bei wichtigen Themen gehört werden möchten. Die Ratsfraktionen stehen vor dem Spagat, die öffentliche Meinung stärker zu beachten, ohne politische Überzeugungen, für die sie schließlich gewählt wurden, zu verleugnen. Porta stehen spannende Jahre bevor.

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