Kommentar zur Gehaltserhöhung des Bürgermeisters: Keine Sternstunde Carsten Korfesmeyer Die Kommunen ächzen unter der Pandemie und in Hille bekommt der Bürgermeister künftig mehr Geld. Das darf nicht nur thematisiert werden – es muss! Zumal die Begründung einigermaßen abenteuerlich ist. Ratsmitglied Burkhard Günther (SPD) sprach das Thema an und erntete dafür in öffentlicher Sitzung den Vorwurf der Stimmungsmache. Und das ausgerechnet von dem Mann, der von der neuen Regelung profitiert: Verwaltungschef Michael Schweiß. Dieser Rüffel an seinen einstigen Herausforderer war mindestens so unangebracht wie ungeschickt. Der Bürgermeister erweckt den Eindruck, ihm sei das Thema unangenehm. In der Funktion als Ausschussvorsitzender ist es darüber hinaus nicht in Ordnung, Wortbeiträge nach Basta-Manier abzutun. Das wirkt wie ein Einschüchterungsversuch. Was sich am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss unter dem Tagesordnungspunkt „Stellenplan“ in wenigen Sekunden abspielte, ist Lichtjahre von einer parlamentarischen Sternstunde entfernt. Völlig unabhängig von der neuen gesetzlichen Regelung hätte der Bürgermeister ein Gespür für die hohe Sensibilität dieses Themas haben müssen. Geht es um mehr Gehalt für einen Bürgermeister, ist das immer ein Thema. Nun war es auch noch der ungünstigste Zeitpunkt.

Kommentar zur Gehaltserhöhung des Bürgermeisters: Keine Sternstunde

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Die Kommunen ächzen unter der Pandemie und in Hille bekommt der Bürgermeister künftig mehr Geld. Das darf nicht nur thematisiert werden – es muss! Zumal die Begründung einigermaßen abenteuerlich ist. Ratsmitglied Burkhard Günther (SPD) sprach das Thema an und erntete dafür in öffentlicher Sitzung den Vorwurf der Stimmungsmache. Und das ausgerechnet von dem Mann, der von der neuen Regelung profitiert: Verwaltungschef Michael Schweiß.

Dieser Rüffel an seinen einstigen Herausforderer war mindestens so unangebracht wie ungeschickt. Der Bürgermeister erweckt den Eindruck, ihm sei das Thema unangenehm. In der Funktion als Ausschussvorsitzender ist es darüber hinaus nicht in Ordnung, Wortbeiträge nach Basta-Manier abzutun. Das wirkt wie ein Einschüchterungsversuch.

Was sich am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss unter dem Tagesordnungspunkt „Stellenplan“ in wenigen Sekunden abspielte, ist Lichtjahre von einer parlamentarischen Sternstunde entfernt. Völlig unabhängig von der neuen gesetzlichen Regelung hätte der Bürgermeister ein Gespür für die hohe Sensibilität dieses Themas haben müssen. Geht es um mehr Gehalt für einen Bürgermeister, ist das immer ein Thema. Nun war es auch noch der ungünstigste Zeitpunkt.

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