Kommentar zur Dokumentation des Impfzentrums in der Dorfchronik Unterlübe: Korrekt einordnen Carsten Korfesmeyer Schießt jemand das Foto einer ganz normalen Alltagssituation, geht das im täglichen Trott meist unter. Erst Jahre später zeigt sich der Wert dieser eingefangenen Momentaufnahme – dann aus einer Zeit, die lange zurückliegt. Erinnerungen verblassen und manche Geschichten aus Orten werden Generationen später anders erzählt, als sie ursprünglich abliefen. Bei bedeutenden Ereignissen birgt das die Gefahr, dass sich die Geschichte verfälscht. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass der Unterlübber Ortsheimatpfleger eine Dokumentation erstellen will. Was sich seit rund einem halben Jahr in dem 900-Seelen-Ort abspielt, ist aus ortshistorischer Sicht viel bedeutender als es zunächst erscheint. Es zeigt den täglichen Kampf gegen eine Pandemie mit allen Erfolgen und Rückschlägen. Das sollte nicht nur, das muss der Nachwelt dokumentarisch erhalten bleiben – mit möglichst vielen Einzelheiten. Das dient einerseits der korrekten geschichtlichen Einordnung, andererseits schafft es die Chancen, aus etwaigen Fehlern zu lernen. Und käme es irgendwann in der Zukunft zu einer vergleichbaren Situation, würde das enorm helfen. Der Ortsheimatpfleger sollte sich deshalb rasch an die Arbeit machen.

Kommentar zur Dokumentation des Impfzentrums in der Dorfchronik Unterlübe: Korrekt einordnen

cko © Alex Lehn

Schießt jemand das Foto einer ganz normalen Alltagssituation, geht das im täglichen Trott meist unter. Erst Jahre später zeigt sich der Wert dieser eingefangenen Momentaufnahme – dann aus einer Zeit, die lange zurückliegt.

Erinnerungen verblassen und manche Geschichten aus Orten werden Generationen später anders erzählt, als sie ursprünglich abliefen. Bei bedeutenden Ereignissen birgt das die Gefahr, dass sich die Geschichte verfälscht. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass der Unterlübber Ortsheimatpfleger eine Dokumentation erstellen will.

Was sich seit rund einem halben Jahr in dem 900-Seelen-Ort abspielt, ist aus ortshistorischer Sicht viel bedeutender als es zunächst erscheint. Es zeigt den täglichen Kampf gegen eine Pandemie mit allen Erfolgen und Rückschlägen. Das sollte nicht nur, das muss der Nachwelt dokumentarisch erhalten bleiben – mit möglichst vielen Einzelheiten.

Das dient einerseits der korrekten geschichtlichen Einordnung, andererseits schafft es die Chancen, aus etwaigen Fehlern zu lernen. Und käme es irgendwann in der Zukunft zu einer vergleichbaren Situation, würde das enorm helfen. Der Ortsheimatpfleger sollte sich deshalb rasch an die Arbeit machen.

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