Kommentar zur Darts-WM: Befremdend Thomas Kühlmann Die mannigfaltigen Corona-Fälle haben einen großen Schatten auf die Darts-WM in London geworfen. Dass auch noch sechs der Hauptdarsteller trotz angeblich ausreichender Sicherheitsvorkehrungen seitens des Weltverbandes PDC von der Pandemie infiziert worden sind, hat die Gefährlichkeit der Lage noch einmal unterstrichen. Keine erhöhten Auflagen, keine Zuschauerbeschränkungen. Dass bei dieser Weltmeisterschaft wieder vor Fans gespielt wird, ist für die Stimmung sicher zuträglich und würde unter normalen Bedingungen bei allen Spielern für Begeisterung sorgen. Doch angesichts der Inzidenzzahlen speziell in London verwundert es doch sehr, dass die Zuschauer von Beginn an dabei waren. Noch vor Weihnachten hatte London den Katastrophenfall wegen der Omikron-Variante ausgerufen, Fußballspiele der Premier League fallen reihenweise aus, doch im Londoner Norden wird munter weiter gefeiert. Ohne Abstand, ohne Masken, dafür mit reichlich Alkohol. Geimpfte, Genesene und negativ Getestete erhalten Zutritt zum Alexandra Palace, dem Vernehmen nach sollen die Kontrollen aber äußerst lax sein. Doch alle Kritik von außen hat den Weltverband bislang kalt gelassen. Scheinbar isoliert in ihrer Führungsblase, geben die Verantwortlichen, offenbar mehr den Kommerz als die Gesundheit von Menschen im Kopf, ein befremdendes Bild ab.

Kommentar zur Darts-WM: Befremdend

© Thomas Kühlmann

Die mannigfaltigen Corona-Fälle haben einen großen Schatten auf die Darts-WM in London geworfen. Dass auch noch sechs der Hauptdarsteller trotz angeblich ausreichender Sicherheitsvorkehrungen seitens des Weltverbandes PDC von der Pandemie infiziert worden sind, hat die Gefährlichkeit der Lage noch einmal unterstrichen.

Keine erhöhten Auflagen, keine Zuschauerbeschränkungen. Dass bei dieser Weltmeisterschaft wieder vor Fans gespielt wird, ist für die Stimmung sicher zuträglich und würde unter normalen Bedingungen bei allen Spielern für Begeisterung sorgen. Doch angesichts der Inzidenzzahlen speziell in London verwundert es doch sehr, dass die Zuschauer von Beginn an dabei waren.

Noch vor Weihnachten hatte London den Katastrophenfall wegen der Omikron-Variante ausgerufen, Fußballspiele der Premier League fallen reihenweise aus, doch im Londoner Norden wird munter weiter gefeiert. Ohne Abstand, ohne Masken, dafür mit reichlich Alkohol. Geimpfte, Genesene und negativ Getestete erhalten Zutritt zum Alexandra Palace, dem Vernehmen nach sollen die Kontrollen aber äußerst lax sein. Doch alle Kritik von außen hat den Weltverband bislang kalt gelassen. Scheinbar isoliert in ihrer Führungsblase, geben die Verantwortlichen, offenbar mehr den Kommerz als die Gesundheit von Menschen im Kopf, ein befremdendes Bild ab.

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