Kommentar zum versäumten Vertragsende: Ärgerlich und entlarvend Die Panne des vergangenen Jahres taugt nicht zum Skandal. Das Versäumnis, die Vereinbarung mit dem Tourismusverband zu überprüfen und die Beschäftigung einer Mitarbeiterin gegebenenfalls zu beenden, fällt in die frühe Coronaphase. Ex-Bürgermeister Bernd Hedtmann erklärt, dass angesichts der Bewältigung der Pandemiefolgen die Vertragsangelegenheit übersehen worden sei. Nun, das kann aber passieren. Und doch ist die Panne ärgerlich und entlarvend. Gerade weil Corona den Tourismus seit März 2020 stark beeinträchtigte, hätten Politik und Verwaltung über diese Sache und die fehlende Evaluation eigentlich stolpern müssen. Doch niemand scheint das Thema auf dem Schirm gehabt zu haben. Ein Zeichen für Desinteresse? Bürgermeister Hedtmann bemühte in seiner Amtszeit gerne die griffige Formel, dass Portas Perlen poliert werden müssten. Es hat den Anschein, dass die städtische Schmuckschatulle in Vergessenheit gerät, sobald offizielle Termine vorbei und Mikrofone abgebaut sind. Ein bisschen mehr nachhaltige und krisensichere Aufmerksamkeit braucht der Tourismus schon. Porta hat hier Potenzial. Leider wird es seit Jahrzehnten nicht ausgeschöpft.

Kommentar zum versäumten Vertragsende: Ärgerlich und entlarvend

© dhaunhorst

Die Panne des vergangenen Jahres taugt nicht zum Skandal. Das Versäumnis, die Vereinbarung mit dem Tourismusverband zu überprüfen und die Beschäftigung einer Mitarbeiterin gegebenenfalls zu beenden, fällt in die frühe Coronaphase. Ex-Bürgermeister Bernd Hedtmann erklärt, dass angesichts der Bewältigung der Pandemiefolgen die Vertragsangelegenheit übersehen worden sei. Nun, das kann aber passieren.

Und doch ist die Panne ärgerlich und entlarvend. Gerade weil Corona den Tourismus seit März 2020 stark beeinträchtigte, hätten Politik und Verwaltung über diese Sache und die fehlende Evaluation eigentlich stolpern müssen. Doch niemand scheint das Thema auf dem Schirm gehabt zu haben. Ein Zeichen für Desinteresse?

Bürgermeister Hedtmann bemühte in seiner Amtszeit gerne die griffige Formel, dass Portas Perlen poliert werden müssten. Es hat den Anschein, dass die städtische Schmuckschatulle in Vergessenheit gerät, sobald offizielle Termine vorbei und Mikrofone abgebaut sind. Ein bisschen mehr nachhaltige und krisensichere Aufmerksamkeit braucht der Tourismus schon. Porta hat hier Potenzial. Leider wird es seit Jahrzehnten nicht ausgeschöpft.


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