Kommentar zum geplanten Kita-Neubau in Hartum: Prioritäten müssen her Carsten Korfesmeyer Wer neu bauen will, braucht das passende Grundstück. Die Suche danach kann sich schon mal etwas hinziehen. 13 Monate ist die Gemeinde inzwischen in Hartum unterwegs, um den idealen Standort für den Kindergarten zu finden. Spontan erscheint das als zu lange und löst reflexartig den Gedanken aus, die Verantwortlichen würden sich in der Sache nicht genug ins Zeug legen. Angesichts der dramatischen Worte des Gutachters sollten die Pläne tatsächlich schon konkreter sein. Die Kinder und ihre Erzieherinnen halten sich täglich in einem Haus mit vielen Schäden auf – darunter feuchten Wänden und einem kaputten Dach. Die Erfahrungen aus Hille haben gezeigt, dass auf Zeit zu spielen, die denkbar schlechteste Lösung ist. Dort stand die Einrichtung dort kurz vor der Schließung. Sicherlich darf nichts übers Knie gebrochen werden. Und die Option, das neue Kindergartengebäude einfach auf die Wiese neben dem Rathaus zu setzen, klingt vielleicht verlockender als sie tatsächlich ist. Denn baulich ist man dort schnell an der Kapazitätsgrenze und steht womöglich perspektivisch wieder vor räumlichen Herausforderungen. Eine weitere Option sollte deshalb in den Findungsprozess einfließen. Die Politik hält sich mit ihrer Kritik auffällig zurück. Aus gutem Grund, denn die Fraktionen haben zuletzt auch nicht gerade vehement aufs Tempo gedrückt, wenn es um den Hartumer Kindergarten geht. Hille hat baulich aktuell viel vor der Brust. Vielleicht etwas zu viel.

Kommentar zum geplanten Kita-Neubau in Hartum: Prioritäten müssen her

Wer neu bauen will, braucht das passende Grundstück. Die Suche danach kann sich schon mal etwas hinziehen. 13 Monate ist die Gemeinde inzwischen in Hartum unterwegs, um den idealen Standort für den Kindergarten zu finden. Spontan erscheint das als zu lange und löst reflexartig den Gedanken aus, die Verantwortlichen würden sich in der Sache nicht genug ins Zeug legen.

- © Stefanie Dullweber
© Stefanie Dullweber

Angesichts der dramatischen Worte des Gutachters sollten die Pläne tatsächlich schon konkreter sein. Die Kinder und ihre Erzieherinnen halten sich täglich in einem Haus mit vielen Schäden auf – darunter feuchten Wänden und einem kaputten Dach. Die Erfahrungen aus Hille haben gezeigt, dass auf Zeit zu spielen, die denkbar schlechteste Lösung ist. Dort stand die Einrichtung dort kurz vor der Schließung.

Sicherlich darf nichts übers Knie gebrochen werden. Und die Option, das neue Kindergartengebäude einfach auf die Wiese neben dem Rathaus zu setzen, klingt vielleicht verlockender als sie tatsächlich ist. Denn baulich ist man dort schnell an der Kapazitätsgrenze und steht womöglich perspektivisch wieder vor räumlichen Herausforderungen. Eine weitere Option sollte deshalb in den Findungsprozess einfließen.

Die Politik hält sich mit ihrer Kritik auffällig zurück. Aus gutem Grund, denn die Fraktionen haben zuletzt auch nicht gerade vehement aufs Tempo gedrückt, wenn es um den Hartumer Kindergarten geht. Hille hat baulich aktuell viel vor der Brust. Vielleicht etwas zu viel.

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