Kommentar zum fehlenden VIP-Raum für GWD: Ohne geht es nicht Astrid Plaßhenrich Es wäre wohl einmalig in der Geschichte des Profisports, wenn ein Lizenzantrag aufgrund eines fehlenden VIP-Raums scheitert. So weit ist es noch nicht. Aber die Vorstellung, dass GWD Minden nicht mehr in der Handball-Bundesliga spielen darf, weil ein Séparée fehlt, in dem ein exklusiver Zuschaueranteil Kartoffelsalat isst, mutet dann doch abstrus an. Dennoch ist klar: Ohne geht es nicht. Das hat die HBL in ihren Statuen festgelegt. Die Begründung: Die Handball-Bundesliga sei die stärkste Liga der Welt. Und das müsse sich nicht nur auf dem Spielfeld niederschlagen, sondern auch in der Infrastruktur. Spitzensport besteht heutzutage eben nicht mehr nur aus Schweiß, Muskeln und packenden Zweikämpfen, sondern ist auch ein schickes Event. Das kann man gut oder schlecht finden, aber die HBL stellt die Spielregeln auf – und daran müssen sich alle halten, die im Konzert der Großen mitmischen wollen. Dazu gehört auch GWD. Deshalb haben die Verantwortlichen bereits vorsorglich zwei Lizenzanträge gestellt: Einen mit der Heimspielstätte in Lübbecke, einen mit der in Minden. Beide werden nun von der Lizenzierungskommission geprüft. Fraglich bleibt, warum der Antrag für Minden erst ausgefüllt wurde, wo bereits klar war, dass ein erforderliches Kriterium fehlt. Dass die Kampa-Halle nun doch kurzfristig wieder zur Verfügung steht und der VIP-Raum komplett ausfällt, mag unerwartet gekommen sein. Pläne für die Erweiterung desselben liegen allerdings schon seit Jahren in der Schublade. Man hätte sie nur rechtzeitig öffnen müssen.

Kommentar zum fehlenden VIP-Raum für GWD: Ohne geht es nicht

© Nina Könemann(MT)

Es wäre wohl einmalig in der Geschichte des Profisports, wenn ein Lizenzantrag aufgrund eines fehlenden VIP-Raums scheitert. So weit ist es noch nicht. Aber die Vorstellung, dass GWD Minden nicht mehr in der Handball-Bundesliga spielen darf, weil ein Séparée fehlt, in dem ein exklusiver Zuschaueranteil Kartoffelsalat isst, mutet dann doch abstrus an.

Dennoch ist klar: Ohne geht es nicht. Das hat die HBL in ihren Statuen festgelegt. Die Begründung: Die Handball-Bundesliga sei die stärkste Liga der Welt. Und das müsse sich nicht nur auf dem Spielfeld niederschlagen, sondern auch in der Infrastruktur. Spitzensport besteht heutzutage eben nicht mehr nur aus Schweiß, Muskeln und packenden Zweikämpfen, sondern ist auch ein schickes Event. Das kann man gut oder schlecht finden, aber die HBL stellt die Spielregeln auf – und daran müssen sich alle halten, die im Konzert der Großen mitmischen wollen.

Dazu gehört auch GWD. Deshalb haben die Verantwortlichen bereits vorsorglich zwei Lizenzanträge gestellt: Einen mit der Heimspielstätte in Lübbecke, einen mit der in Minden. Beide werden nun von der Lizenzierungskommission geprüft.

Fraglich bleibt, warum der Antrag für Minden erst ausgefüllt wurde, wo bereits klar war, dass ein erforderliches Kriterium fehlt. Dass die Kampa-Halle nun doch kurzfristig wieder zur Verfügung steht und der VIP-Raum komplett ausfällt, mag unerwartet gekommen sein. Pläne für die Erweiterung desselben liegen allerdings schon seit Jahren in der Schublade. Man hätte sie nur rechtzeitig öffnen müssen.

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