Kommentar zum Zuschuss für die Mühlenkreiskliniken: Wer hat das letzte Wort? „Eigentlich wollte ich zu dem Thema gar nichts mehr sagen. Aber auf die vorherige Wortmeldung muss ich nun doch noch einmal reagieren.“ Dieser Satz war – in der Formulierung leicht abgewandelt – in der Sitzung des Kreisausschusses gleich mehrmals zu hören. Minutenlang hielten sich vor allem die Sozialdemokraten auf der einen sowie die kooperierenden Fraktionen von CDU und Grüne auf der anderen Seite ihre Argumente und Kritikpunkte zum SPD-Antrag für einen MKK-Zuschuss vor. Über die Frage, ob es richtig ist, mit einem Zuschuss die Fehler aus der Vergangenheit abzumildern, lässt sich streiten. Solche Diskussionen, der Austausch von Meinungen und das Ringen um Lösungen sind richtig und wichtig, denn sie zeichnen die politische Arbeit aus und machen sie auch so wertvoll. Doch je länger diese Debatte dauerte, desto stärker verfestigte sich der Eindruck, dass es den Politikern irgendwann gar nicht mehr um die Sache ging, sondern vielmehr darum, wer bei dem Wortwechsel das letzte Wort behalten sollte. Dabei ist das Thema viel zu wichtig für so eine Art der öffentlichen Auseinandersetzung! Kein gutes Bild, das die Kreispolitik bei dem Thema abgegeben hat.

Kommentar zum Zuschuss für die Mühlenkreiskliniken: Wer hat das letzte Wort?

© Alex Lehn

„Eigentlich wollte ich zu dem Thema gar nichts mehr sagen. Aber auf die vorherige Wortmeldung muss ich nun doch noch einmal reagieren.“ Dieser Satz war – in der Formulierung leicht abgewandelt – in der Sitzung des Kreisausschusses gleich mehrmals zu hören.

Minutenlang hielten sich vor allem die Sozialdemokraten auf der einen sowie die kooperierenden Fraktionen von CDU und Grüne auf der anderen Seite ihre Argumente und Kritikpunkte zum SPD-Antrag für einen MKK-Zuschuss vor. Über die Frage, ob es richtig ist, mit einem Zuschuss die Fehler aus der Vergangenheit abzumildern, lässt sich streiten. Solche Diskussionen, der Austausch von Meinungen und das Ringen um Lösungen sind richtig und wichtig, denn sie zeichnen die politische Arbeit aus und machen sie auch so wertvoll.

Doch je länger diese Debatte dauerte, desto stärker verfestigte sich der Eindruck, dass es den Politikern irgendwann gar nicht mehr um die Sache ging, sondern vielmehr darum, wer bei dem Wortwechsel das letzte Wort behalten sollte. Dabei ist das Thema viel zu wichtig für so eine Art der öffentlichen Auseinandersetzung! Kein gutes Bild, das die Kreispolitik bei dem Thema abgegeben hat.

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