Kommentar zum Umgang der Lindhorst-Gruppe mit Vorwürfen zu rechter Gesinnung: Unsensibler Umgang Thomas Lieske Portas Politik ist in Aufruhr. Doch gerade wegen der sensiblen Thematik lohnt ein genauer Blick. Eines vorweg, damit die durchaus berechtigte Diskussion fair bleibt: Einzig Jürgen Lindhorst, Aufsichtsratsvorsitzender des landwirtschaftlichen Unternehmenszweiges, kann hier mit den Behauptungen in Verbindung gebracht werden. Faktisch hat er mit dem Neubauprojekt in Barkhausen nichts zu tun. Fakt ist aber auch, dass sein Handeln unweigerlich mit der gesamten Lindhorst-Gruppe in Verbindung gebracht wird. Schon allein deshalb wäre es sinnvoll gewesen, dass sich die gesamte Unternehmensgruppe ganz eindeutig und unmissverständlich von rechtsextremen Verbindungen lossagt. Dazu würde auch gehören, sich von Symbolen wie einer Wolfsangel an der eigenen Firmenzufahrt zu trennen. Auch wenn es sich offensichtlich nicht um das Symbol in rechtsextremem Kontext handelt, das auch die Wehrmacht sich zu eigen machte: Es liegt nun mal genau an der Zufahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen in Niedersachsen. Das ist wirklich unsensibel. Mindestens. Vor allem in Barkhausen, wo das Heim ausgerechnet in Sichtweite zum Kaiserhof, dem ehemaligen KZ-Außenlager Neuengamme entstehen soll, dürfte das nur schwer nachvollziehbar sein.

Kommentar zum Umgang der Lindhorst-Gruppe mit Vorwürfen zu rechter Gesinnung: Unsensibler Umgang

© Alex Lehn

Portas Politik ist in Aufruhr. Doch gerade wegen der sensiblen Thematik lohnt ein genauer Blick. Eines vorweg, damit die durchaus berechtigte Diskussion fair bleibt: Einzig Jürgen Lindhorst, Aufsichtsratsvorsitzender des landwirtschaftlichen Unternehmenszweiges, kann hier mit den Behauptungen in Verbindung gebracht werden. Faktisch hat er mit dem Neubauprojekt in Barkhausen nichts zu tun. Fakt ist aber auch, dass sein Handeln unweigerlich mit der gesamten Lindhorst-Gruppe in Verbindung gebracht wird. Schon allein deshalb wäre es sinnvoll gewesen, dass sich die gesamte Unternehmensgruppe ganz eindeutig und unmissverständlich von rechtsextremen Verbindungen lossagt. Dazu würde auch gehören, sich von Symbolen wie einer Wolfsangel an der eigenen Firmenzufahrt zu trennen. Auch wenn es sich offensichtlich nicht um das Symbol in rechtsextremem Kontext handelt, das auch die Wehrmacht sich zu eigen machte: Es liegt nun mal genau an der Zufahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen in Niedersachsen. Das ist wirklich unsensibel. Mindestens.

Vor allem in Barkhausen, wo das Heim ausgerechnet in Sichtweite zum Kaiserhof, dem ehemaligen KZ-Außenlager Neuengamme entstehen soll, dürfte das nur schwer nachvollziehbar sein.

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