Kommentar zum Thema Wasserstofferzeugung: Stromquelle nicht vergessen Stefan Koch Welche Farbe hat der Wasserstoff? Im Chemieunterricht stellte er sich nach der Elektrolyse als farbloses Gas dar. Im Umweltausschuss des Kreises war vom Experten des Fraunhofer-Instituts zu erfahren, dass er auch grün, grau und sogar schwarz sein kann. Der „schwarze Wasserstoff" ist in der Terminologie der Umweltprojektierer der schlimmste von allen, da der Strom für seine Elektrolyse aus Kohlekraftwerken stammt, die man bekanntlich abschalten will. „Grauer Wasserstoff" entsteht aus verbranntem Müll, der ohnehin verbrannt worden wäre – was wohl besser sein soll, aber nichts mit Klimaneutralität zu tun hat. Der „grüne Wasserstoff" ist der beste von allen, weil er aus Wind- und Sonnenkraft kommt. Wer so bunt wie das farblose Element sein kann, eignet sich zum Etikettenschwindel. Wenn vom Brennstoffzelleneinsatz in Verbindung mit CO2-Einsparung die Rede ist, stellt sich immer auch die Frage, woher der Strom für den Wasserstoff überhaupt gekommen ist. Das muss jeder darlegen, der sich mit Brennstoffzellen als klimaneutral ausweist.

Kommentar zum Thema Wasserstofferzeugung: Stromquelle nicht vergessen

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Welche Farbe hat der Wasserstoff? Im Chemieunterricht stellte er sich nach der Elektrolyse als farbloses Gas dar. Im Umweltausschuss des Kreises war vom Experten des Fraunhofer-Instituts zu erfahren, dass er auch grün, grau und sogar schwarz sein kann. Der „schwarze Wasserstoff" ist in der Terminologie der Umweltprojektierer der schlimmste von allen, da der Strom für seine Elektrolyse aus Kohlekraftwerken stammt, die man bekanntlich abschalten will. „Grauer Wasserstoff" entsteht aus verbranntem Müll, der ohnehin verbrannt worden wäre – was wohl besser sein soll, aber nichts mit Klimaneutralität zu tun hat. Der „grüne Wasserstoff" ist der beste von allen, weil er aus Wind- und Sonnenkraft kommt.

Wer so bunt wie das farblose Element sein kann, eignet sich zum Etikettenschwindel. Wenn vom Brennstoffzelleneinsatz in Verbindung mit CO2-Einsparung die Rede ist, stellt sich immer auch die Frage, woher der Strom für den Wasserstoff überhaupt gekommen ist. Das muss jeder darlegen, der sich mit Brennstoffzellen als klimaneutral ausweist.

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