Kommentar zum Thema Firmen-Warnung vor Risiko-Urlaub: Jeder hat die Wahl Als vor dreieinhalb Monaten die rigorosen Lock- und Shutdowns die Republik erschütterten, haben nur wenige gedacht, dass schon im Sommer vollgestopfte Ferienflieger starten und Vollrauschtouristen am Ballermann ihre Freiheit feiern. Natürlich gibt jetzt die Bundesregierung Reisewarnungen für rund 150 Risikoländer heraus (und klammert dabei die Briteninsel mit ihrer Rekordzahl an Coronatoten aus). Aber ein Schutz vor einem erneuten Anwachsen der Pandemie ist das nicht. Denn niemand registriert am Flughafen und der Landesgrenze, ob sich die Rückkehrer aus den 150 Listen-Staaten unverzüglich bei ihren Gesundheitsbehörden melden und entweder die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne antreten oder einen Test auf das Coronavirus durchführen lassen. Jeder kann wählen, ob er sich an die Vorschriften hält oder die lästige Konsequenz seiner Reise außer Acht lässt und einfach zur Arbeit geht – so als sei er nur in Bayern gewesen. Den Unternehmen bleibt dagegen keine andere Wahl, als an das Verantwortungsgefühl ihrer Mitarbeiter im Urlaub zu appellieren. Schon bald wird man sehen, wie es darum bestellt ist.

Kommentar zum Thema Firmen-Warnung vor Risiko-Urlaub: Jeder hat die Wahl

Stefan Koch. © Foto: MT

Als vor dreieinhalb Monaten die rigorosen Lock- und Shutdowns die Republik erschütterten, haben nur wenige gedacht, dass schon im Sommer vollgestopfte Ferienflieger starten und Vollrauschtouristen am Ballermann ihre Freiheit feiern. Natürlich gibt jetzt die Bundesregierung Reisewarnungen für rund 150 Risikoländer heraus (und klammert dabei die Briteninsel mit ihrer Rekordzahl an Coronatoten aus). Aber ein Schutz vor einem erneuten Anwachsen der Pandemie ist das nicht.

Denn niemand registriert am Flughafen und der Landesgrenze, ob sich die Rückkehrer aus den 150 Listen-Staaten unverzüglich bei ihren Gesundheitsbehörden melden und entweder die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne antreten oder einen Test auf das Coronavirus durchführen lassen. Jeder kann wählen, ob er sich an die Vorschriften hält oder die lästige Konsequenz seiner Reise außer Acht lässt und einfach zur Arbeit geht – so als sei er nur in Bayern gewesen.

Den Unternehmen bleibt dagegen keine andere Wahl, als an das Verantwortungsgefühl ihrer Mitarbeiter im Urlaub zu appellieren. Schon bald wird man sehen, wie es darum bestellt ist.

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