Kommentar zum Thema 2G-Prüfung bei Sportveranstaltungen: Vereine müssen diese Aufgabe annehmen Sebastian Külbel Sportvereine sind in der Corona-Pandemie wahrhaftig gebeutelt. In monatelangen Spiel- und Trainingsverboten hat nicht nur die sportliche Qualität gelitten, sondern auch das gesellige Miteinander. Gerade hatten alle einen Modus gefunden, mit der neuen Realität umzugehen, da flattert die neue Schutzverordnung ins Haus. Wer soll das noch alles kontrollieren? Und vor allem wie? Die Verzweiflung ist mit Händen zu greifen, und sie ist verständlich. In Sportvereinen sind Amateure tätig, ob auf dem Spielfeld oder in den Vorständen. Und vor allem die Funktionäre haben die Grenzen dessen, weshalb sie dieses Amt überhaupt ausüben, schon lange hinter sich gelassen. Corona fordert so sehr, dass die Überforderung nicht weit ist. Vielleicht hilft es, sich auf die Essenz des eigenen Daseins zu besinnen. Die Wissenschaft kann Empfehlungen geben, die Politik Gesetze und Regeln machen, die Staatsgewalt kann diese durchsetzen – aber verankert werden müssen sie in der Gesellschaft. In der Familie, im Freundeskreis, unter Kollegen – und in den Vereinen. Hier versammeln sich unterschiedlichste Menschen, die aber ein gemeinsames Ziel haben. Wer auch weiterhin zusammen Fußball spielen, Handbälle werfen oder Tennisschläger schwingen will, muss sich an Spielregeln und zurzeit eben auch an Corona-Regeln halten. Und genau deshalb müssen die Vereine die undankbare Aufgabe annehmen, diese zu überprüfen. Damit dieser ganze Spuk irgendwann endet.

Kommentar zum Thema 2G-Prüfung bei Sportveranstaltungen: Vereine müssen diese Aufgabe annehmen

Porträt kül © Alex Lehn

Sportvereine sind in der Corona-Pandemie wahrhaftig gebeutelt. In monatelangen Spiel- und Trainingsverboten hat nicht nur die sportliche Qualität gelitten, sondern auch das gesellige Miteinander. Gerade hatten alle einen Modus gefunden, mit der neuen Realität umzugehen, da flattert die neue Schutzverordnung ins Haus. Wer soll das noch alles kontrollieren? Und vor allem wie?

Die Verzweiflung ist mit Händen zu greifen, und sie ist verständlich. In Sportvereinen sind Amateure tätig, ob auf dem Spielfeld oder in den Vorständen. Und vor allem die Funktionäre haben die Grenzen dessen, weshalb sie dieses Amt überhaupt ausüben, schon lange hinter sich gelassen. Corona fordert so sehr, dass die Überforderung nicht weit ist.

Vielleicht hilft es, sich auf die Essenz des eigenen Daseins zu besinnen. Die Wissenschaft kann Empfehlungen geben, die Politik Gesetze und Regeln machen, die Staatsgewalt kann diese durchsetzen – aber verankert werden müssen sie in der Gesellschaft. In der Familie, im Freundeskreis, unter Kollegen – und in den Vereinen.

Hier versammeln sich unterschiedlichste Menschen, die aber ein gemeinsames Ziel haben. Wer auch weiterhin zusammen Fußball spielen, Handbälle werfen oder Tennisschläger schwingen will, muss sich an Spielregeln und zurzeit eben auch an Corona-Regeln halten. Und genau deshalb müssen die Vereine die undankbare Aufgabe annehmen, diese zu überprüfen. Damit dieser ganze Spuk irgendwann endet.

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