Kommentar zum Streit zwischen SPD und Schweiß: Zeitpunkt verpasst „Bei Geld hört die Freundschaft auf“, sagt ein altes Sprichwort. Die Streitigkeiten in der SPD zeigen, dass das noch immer gilt. Wobei, Freunde sind der amtierende Bürgermeister und große Teile der SPD schon lange nicht mehr. Es wäre besser gewesen, damit auch offen umzugehen. Das kann man beiden Seiten vorwerfen. Die Genossen hätten Michael Schweiß nicht so lange gewähren lassen dürfen, als er um seine Kandidatur ein Geheimnis machte und den Termin immer weiter hinausschob. Anstatt unermüdlich das Gespräch zu suchen, hätte die SPD einen Schnitt machen und frühzeitig einen eigenen Kandidaten präsentieren sollen. Und auch Schweiß hätte konsequent sein und frühzeitig bekannt geben müssen, dass er und die Sozialdemokraten künftig getrennte Wege gehen. Zum Zeitpunkt der Kandidaten-Wahl war das Verhältnis ohnehin nicht mehr zu kitten. Denn Schweiß hat sich unsolidarisch verhalten. Das kann eine Partei wie die SPD nicht verzeihen. Nur weil er in einigen Dingen anderer Meinung ist als seine Genossen, kann Schweiß nicht eigene Regeln aufstellen. In seinem Amt hat er Vorbildfunktion, auch für den Umgang miteinander – dieser ist er nicht gerecht geworden.

Kommentar zum Streit zwischen SPD und Schweiß: Zeitpunkt verpasst

„Bei Geld hört die Freundschaft auf“, sagt ein altes Sprichwort. Die Streitigkeiten in der SPD zeigen, dass das noch immer gilt. Wobei, Freunde sind der amtierende Bürgermeister und große Teile der SPD schon lange nicht mehr. Es wäre besser gewesen, damit auch offen umzugehen. Das kann man beiden Seiten vorwerfen.

Die Genossen hätten Michael Schweiß nicht so lange gewähren lassen dürfen, als er um seine Kandidatur ein Geheimnis machte und den Termin immer weiter hinausschob. Anstatt unermüdlich das Gespräch zu suchen, hätte die SPD einen Schnitt machen und frühzeitig einen eigenen Kandidaten präsentieren sollen.

Und auch Schweiß hätte konsequent sein und frühzeitig bekannt geben müssen, dass er und die Sozialdemokraten künftig getrennte Wege gehen. Zum Zeitpunkt der Kandidaten-Wahl war das Verhältnis ohnehin nicht mehr zu kitten. Denn Schweiß hat sich unsolidarisch verhalten. Das kann eine Partei wie die SPD nicht verzeihen. Nur weil er in einigen Dingen anderer Meinung ist als seine Genossen, kann Schweiß nicht eigene Regeln aufstellen. In seinem Amt hat er Vorbildfunktion, auch für den Umgang miteinander – dieser ist er nicht gerecht geworden.

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