Kommentar zum Portaner Impfzentrum: Eingeschränktes Kompliment Ende gut, (fast) alles gut. Die Stadtverwaltung hat im Verbund mit Impfteam und Kirchengemeinde das vor einer Woche angekündigte Impfangebot tatsächlich auf die Beine gestellt. Das ist die wichtigste Nachricht. Allerdings hat es in den vergangenen Tagen überflüssige Irritationen gegeben – verursacht durch eine voreilige Ankündigung der Stadt. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach den Ehrgeiz hatte, vorschnell Tatsachen zu schaffen. Noch bevor ein politischer Antrag auf Einrichtung eines Impfzentrums in Porta behandelt wurde, kam aus dem Rathaus die frohe Botschaft, man sei schon weiter, und kündigte ein Impfangebot für den 5. Dezember an – ohne nähere Angaben zum Ablauf oder Zeitraum. Zugleich wurde suggeriert, dass an diesem Termin nicht mehr zu rütteln ist. Dabei stand der in den vergangenen Tagen gehörig auf der Kippe. Das belegt das Hin und Her mit der städtischen Pressemitteilung, die voreilig veröffentlicht wurde, dann von der Internetseite verschwand, um am nächsten Tag – gleichsam trotzig – wieder zu erscheinen. Dieses Durcheinander lässt auch Rückschlüsse aufs Binnenklima im Rathaus zu. Das Ziel der Bürgermeisterin, vom 5. Dezember an den Menschen ein zusätzliches Impfangebot zu machen, wird offenbar erreicht. Kompliment! Dieses fiele noch größer aus, wenn sich nicht der Eindruck aufdrängte, dass es neben der guten Sache auch um persönliche Profilierung geht.

Kommentar zum Portaner Impfzentrum: Eingeschränktes Kompliment

Porta-Redakteur Dirk Haunhorst. MT-Foto: © Lehn

Ende gut, (fast) alles gut. Die Stadtverwaltung hat im Verbund mit Impfteam und Kirchengemeinde das vor einer Woche angekündigte Impfangebot tatsächlich auf die Beine gestellt. Das ist die wichtigste Nachricht. Allerdings hat es in den vergangenen Tagen überflüssige Irritationen gegeben – verursacht durch eine voreilige Ankündigung der Stadt. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach den Ehrgeiz hatte, vorschnell Tatsachen zu schaffen.

Noch bevor ein politischer Antrag auf Einrichtung eines Impfzentrums in Porta behandelt wurde, kam aus dem Rathaus die frohe Botschaft, man sei schon weiter, und kündigte ein Impfangebot für den 5. Dezember an – ohne nähere Angaben zum Ablauf oder Zeitraum. Zugleich wurde suggeriert, dass an diesem Termin nicht mehr zu rütteln ist. Dabei stand der in den vergangenen Tagen gehörig auf der Kippe. Das belegt das Hin und Her mit der städtischen Pressemitteilung, die voreilig veröffentlicht wurde, dann von der Internetseite verschwand, um am nächsten Tag – gleichsam trotzig – wieder zu erscheinen. Dieses Durcheinander lässt auch Rückschlüsse aufs Binnenklima im Rathaus zu.

Das Ziel der Bürgermeisterin, vom 5. Dezember an den Menschen ein zusätzliches Impfangebot zu machen, wird offenbar erreicht. Kompliment! Dieses fiele noch größer aus, wenn sich nicht der Eindruck aufdrängte, dass es neben der guten Sache auch um persönliche Profilierung geht.

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