Kommentar zum Kahlschlag in den Weserauen: Gewinn für Natur und Kultur Carsten Korfesmeyer Mehr Obstbäume, mehr Insekten, mehr Attraktivität: Was am Weserradweg auf manche Radler, Spaziergänger oder Jogger zunächst wie ein Kahlschlag wirkt, entpuppt sich als eine Win-Win-Win-Situation. Der Wildwuchs ist weg, die Landschaft blüht auf und auch der Tourismus profitiert davon. Gut so. Streuobstwiesen fallen unter den Begriff der Kultur, die im Gegensatz zur Natur gerade nicht sich selbst überlassen werden dürfen. Genau das ist allerdings mit der Streuobstlandschaft in den Weserauen zuletzt geschehen. Und das hätte Folgen haben können, denn: Über die vor einem Vierteljahrhundert gefasste Absicht, vorrangig auf Äpfel, Birnen oder Kirschen zu setzen, wäre buchstäblich beinahe Gras gewachsen. Schön, dass manche hartnäckig an das alte Vorhaben erinnert haben. Schön, dass sich die verantwortlichen Stellen aus Politik und Verwaltung offen zeigten. Schön ist auch, dass alles ohne größeren bürokratischen Aufwand abgelaufen ist. Mit der Blüte im Frühjahr wird dann der erste Erfolg sichtbar. Und in ein paar Jahren sieht die Landschaft so aus, wie sie schon lange hätte sein sollen.

Kommentar zum Kahlschlag in den Weserauen: Gewinn für Natur und Kultur

Carsten Korfesmeier © lehn

Mehr Obstbäume, mehr Insekten, mehr Attraktivität: Was am Weserradweg auf manche Radler, Spaziergänger oder Jogger zunächst wie ein Kahlschlag wirkt, entpuppt sich als eine Win-Win-Win-Situation. Der Wildwuchs ist weg, die Landschaft blüht auf und auch der Tourismus profitiert davon. Gut so.

Streuobstwiesen fallen unter den Begriff der Kultur, die im Gegensatz zur Natur gerade nicht sich selbst überlassen werden dürfen. Genau das ist allerdings mit der Streuobstlandschaft in den Weserauen zuletzt geschehen. Und das hätte Folgen haben können, denn: Über die vor einem Vierteljahrhundert gefasste Absicht, vorrangig auf Äpfel, Birnen oder Kirschen zu setzen, wäre buchstäblich beinahe Gras gewachsen.

Schön, dass manche hartnäckig an das alte Vorhaben erinnert haben. Schön, dass sich die verantwortlichen Stellen aus Politik und Verwaltung offen zeigten. Schön ist auch, dass alles ohne größeren bürokratischen Aufwand abgelaufen ist. Mit der Blüte im Frühjahr wird dann der erste Erfolg sichtbar. Und in ein paar Jahren sieht die Landschaft so aus, wie sie schon lange hätte sein sollen.

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