Kommentar zum Hiller Feuerwehrstreit: Debatte muss sein Benjamin Piel Es gehört zum Gewöhnlichsten in der Demokratie, über den richtigen Kurs zu streiten. Mehr noch: Es ist ihr Kern. Jemand macht einen Vorschlag, ein anderer widerspricht – im Austausch findet sich eine Entscheidung. Die Feuerwehr, ihre Strukturen, ihre Ausrüstung, ihre Kosten und ihre Zukunft sollten davon nicht ausgenommen sein. Auch über die ist immer wieder nachzudenken, denn Bedingungen ändern sich. Das heißt nicht, dass am Ende der Kontroverse zwangsläufig eine einschneidende Zäsur stehen muss. Aber das Reflektieren der Verhältnisse gehört dazu. Für die Feuerwehr ist es verlockend, von ihrer Macht Gebrauch zu machen und damit unliebsame Diskussionen unsanft zu beenden. Nichts setzt Politik und Bevölkerung mehr unter Druck als die Angst, keine Feuerwehr mehr zu haben. Gut ist es allerdings nicht, sich auf diesem Wege durchzusetzen. In einer Demokratie sollte das beste Argument siegen, nicht die furchteinflößendste Drohkulisse.

Kommentar zum Hiller Feuerwehrstreit: Debatte muss sein

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Es gehört zum Gewöhnlichsten in der Demokratie, über den richtigen Kurs zu streiten. Mehr noch: Es ist ihr Kern. Jemand macht einen Vorschlag, ein anderer widerspricht – im Austausch findet sich eine Entscheidung.

Die Feuerwehr, ihre Strukturen, ihre Ausrüstung, ihre Kosten und ihre Zukunft sollten davon nicht ausgenommen sein. Auch über die ist immer wieder nachzudenken, denn Bedingungen ändern sich. Das heißt nicht, dass am Ende der Kontroverse zwangsläufig eine einschneidende Zäsur stehen muss. Aber das Reflektieren der Verhältnisse gehört dazu.

Für die Feuerwehr ist es verlockend, von ihrer Macht Gebrauch zu machen und damit unliebsame Diskussionen unsanft zu beenden. Nichts setzt Politik und Bevölkerung mehr unter Druck als die Angst, keine Feuerwehr mehr zu haben. Gut ist es allerdings nicht, sich auf diesem Wege durchzusetzen. In einer Demokratie sollte das beste Argument siegen, nicht die furchteinflößendste Drohkulisse.

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