Kommentar zum Auslaufen des Alltagshelfer-Programms: Planlos ins neue Kitajahr Doris Christoph Die Alltagshelfer waren während der Pandemie eine große Entlastung für die Kita-Mitarbeitenden, die neben der pädagogischen Betreuung auch noch die Corona-Hygieneauflagen erfüllen mussten. Trotz dieser Unterstützung hatten die meisten Einrichtungen einen Großteil des noch laufenden Kita-Jahres ihren Stundenumfang reduziert, was auch der herrschenden Personalnot geschuldet ist. Ende des Monats läuft das Alltagshelfer-Programm des Landes aus. Die Aufgaben fallen zurück an das pädagogische Personal. Die Rechnung des Familienministeriums, dass ein Großteil der Kita-Helfer als angehende Kinderpfleger bleiben würde, scheint zumindest in Minden nicht aufgegangen zu sein. Einen anderen Plan zur Unterstützung der Einrichtungen gibt es nicht – als wäre die Pandemie nun vorbei. Und so startet das neue Kita-Jahr ohne Unterstützung für die Erzieherinnen trotz weiter bestehenden Fachkräftemangels, dafür mit mehr Aufgaben rund ums Desinfizieren und einer von vielen erwarteten vierten Welle nach der Urlaubszeit. Wenn es eng wird, wird halt wieder die Betreuungszeit reduziert oder ein Appell an die Eltern erlassen, ihre Kinder doch bitte nicht zu bringen – wie schon im letzten Kita-Jahr.

Kommentar zum Auslaufen des Alltagshelfer-Programms: Planlos ins neue Kitajahr

Doris Christoph © Alex Lehn

Die Alltagshelfer waren während der Pandemie eine große Entlastung für die Kita-Mitarbeitenden, die neben der pädagogischen Betreuung auch noch die Corona-Hygieneauflagen erfüllen mussten. Trotz dieser Unterstützung hatten die meisten Einrichtungen einen Großteil des noch laufenden Kita-Jahres ihren Stundenumfang reduziert, was auch der herrschenden Personalnot geschuldet ist.

Ende des Monats läuft das Alltagshelfer-Programm des Landes aus. Die Aufgaben fallen zurück an das pädagogische Personal. Die Rechnung des Familienministeriums, dass ein Großteil der Kita-Helfer als angehende Kinderpfleger bleiben würde, scheint zumindest in Minden nicht aufgegangen zu sein. Einen anderen Plan zur Unterstützung der Einrichtungen gibt es nicht – als wäre die Pandemie nun vorbei.

Und so startet das neue Kita-Jahr ohne Unterstützung für die Erzieherinnen trotz weiter bestehenden Fachkräftemangels, dafür mit mehr Aufgaben rund ums Desinfizieren und einer von vielen erwarteten vierten Welle nach der Urlaubszeit. Wenn es eng wird, wird halt wieder die Betreuungszeit reduziert oder ein Appell an die Eltern erlassen, ihre Kinder doch bitte nicht zu bringen – wie schon im letzten Kita-Jahr.

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