Kommentar zum Angriff auf die Mindener Feuerwache: Verabscheuungswürdig Jan Henning Rogge Gelöste Radmuttern an Rettungswagen in Hessen und Rheinland Pfalz, Übergriffe auf Einsatzkräfte in ganz Deutschland, Nägel und Schrauben vor der Fahrzeughalle der Mindener Feuerwache – all das sind Angriffe, die so in einer Reihe stehen müssen. Denn was hier passiert, ist kein besonders dämlicher Dumme-Jungen-Streich, es sind verabscheuungswürdige Angriffe auf das Leben der Einsatzkräfte – und auf die Leben derer, denen sie helfen wollen. Die Entwicklung ist irritierend: Statt Dankbarkeit erfahren Einsatzkräfte, Ehrenamtliche oder Sicherheitskräfte immer häufiger Bedrohungen, Beleidigungen oder Unverständnis. Es ist dringend nötig, dem entgegenzutreten, das Auseinanderdriften aufzuhalten, die Gemeinschaft zu stärken. Auslöser für Übergriffe gibt es viele: Dazu zählen die Entsolidarisierung der Gesellschaft, das mangelnde Verständnis fürs Allgemeinwohl, das nicht ganz falsche Gefühl vieler Menschen, ständig zu kurz zu kommen, Egoismus sowie das Gefühl, dass sie mit den stärksten Ellenbogen am meisten im Leben erreichen. Eine Rechtfertigung für einen so hinterhältigen Anschlag ist das aber nicht. Der bleibt verabscheuungswürdig.

Kommentar zum Angriff auf die Mindener Feuerwache: Verabscheuungswürdig

MT-Redakteur Jan Henning Rogge äußert sich zu dem Angriff auf die Mindener Feuerwache. MT-Foto: © Alex Lehn

Gelöste Radmuttern an Rettungswagen in Hessen und Rheinland Pfalz, Übergriffe auf Einsatzkräfte in ganz Deutschland, Nägel und Schrauben vor der Fahrzeughalle der Mindener Feuerwache – all das sind Angriffe, die so in einer Reihe stehen müssen. Denn was hier passiert, ist kein besonders dämlicher Dumme-Jungen-Streich, es sind verabscheuungswürdige Angriffe auf das Leben der Einsatzkräfte – und auf die Leben derer, denen sie helfen wollen.

Die Entwicklung ist irritierend: Statt Dankbarkeit erfahren Einsatzkräfte, Ehrenamtliche oder Sicherheitskräfte immer häufiger Bedrohungen, Beleidigungen oder Unverständnis. Es ist dringend nötig, dem entgegenzutreten, das Auseinanderdriften aufzuhalten, die Gemeinschaft zu stärken.

Auslöser für Übergriffe gibt es viele: Dazu zählen die Entsolidarisierung der Gesellschaft, das mangelnde Verständnis fürs Allgemeinwohl, das nicht ganz falsche Gefühl vieler Menschen, ständig zu kurz zu kommen, Egoismus sowie das Gefühl, dass sie mit den stärksten Ellenbogen am meisten im Leben erreichen. Eine Rechtfertigung für einen so hinterhältigen Anschlag ist das aber nicht. Der bleibt verabscheuungswürdig.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Meinung