Kommentar zu Vandalismus in der Stadt: Wer ist schuld? Stefan Koch Nein, Polizei und Ordnungsbehörde sind nicht schuld, wenn einzelne Gruppen ihr Umfeld permanent terrorisieren. Sie können nur im gesetzlich vorgegebenen Rahmen einschreiten und der setzt aus guten Gründen ihrem Handeln enge Grenzen. Schuld sind zu allererst jene, die auf alle Regeln pfeifen, weil sie immer wieder feststellen, dass ihr Handeln kaum spürbare Konsequenzen für sie hat. Hier nach härteren Strafen und strengeren Gesetzen zu rufen hieße, zu dem Monster zu werden, das man los werden will. Besser ist es, das Entstehen von gemeinschaftsschädigenden Szenen im Vorfeld zu unterbinden, so dass sie gar nicht erst zu einer kritischen Masse werden können, die das Zusammenleben in der Stadt behindert. Eine geschickte Steuerung bei der Zuweisung von Wohnraum und mehr Engagement bei der sozialen Integration der Störer sind ein Weg. Und natürlich müssen Polizei und Ordnungsbehörde auch weiterhin ihren Job erledigen.

Kommentar zu Vandalismus in der Stadt: Wer ist schuld?

Nein, Polizei und Ordnungsbehörde sind nicht schuld, wenn einzelne Gruppen ihr Umfeld permanent terrorisieren. Sie können nur im gesetzlich vorgegebenen Rahmen einschreiten und der setzt aus guten Gründen ihrem Handeln enge Grenzen. Schuld sind zu allererst jene, die auf alle Regeln pfeifen, weil sie immer wieder feststellen, dass ihr Handeln kaum spürbare Konsequenzen für sie hat.

Hier nach härteren Strafen und strengeren Gesetzen zu rufen hieße, zu dem Monster zu werden, das man los werden will. Besser ist es, das Entstehen von gemeinschaftsschädigenden Szenen im Vorfeld zu unterbinden, so dass sie gar nicht erst zu einer kritischen Masse werden können, die das Zusammenleben in der Stadt behindert. Eine geschickte Steuerung bei der Zuweisung von Wohnraum und mehr Engagement bei der sozialen Integration der Störer sind ein Weg. Und natürlich müssen Polizei und Ordnungsbehörde auch weiterhin ihren Job erledigen.

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