Kommentar zu "Corona-Hotspot" Espelkamp: Wie im schlechten Film Jürgen Langenkämper Wahrscheinlich geht es mir wie vielen. Ich würde am liebsten gar nicht mehr hinschauen – und tue es doch. Das Phänomen Espelkamp beunruhigt mich wie viele andere Menschen im Kreis Minden-Lübbecke – außer offensichtlich zahlreiche ungeimpfte Einwohner von Espelkamp. Dabei sollte es doch gerade die in Sorge versetzen, was um sie herum vorgeht.  Ich stelle mir das wie in einem schlechten 50er-Jahre-Film vor: Die Protagonisten leben in einem kleinen Ort, in dem immer mehr von einem bösen Virus befallen werden. Die Pandemie greift um sich. Da würde ich am liebsten das Programm wechseln, einfach umschalten.  Leider schwappt die Coronawelle längst aus Espelkamp heraus, auch wenn die Inzidenzwerte hier viel niedriger sind als die exorbitant hohen in der Stadt „Mittwald". Eine wachsende Zahl ihrer Bürger liegt aber in Krankenhäusern ringsum, einige ringen um ihr Leben. Doch dadurch sind Menschen – auch solche, die ich kenne – bedroht, weil dringend benötigte Operationen aufgeschoben werden. Und mit einem Mal bin ich wütend, wenn ich sehe, dass es in Minden aktuell 313 Corona-Infizierte gibt, in Espelkamp aber – bei knapp einem Drittel an Einwohnern – 615.

Kommentar zu "Corona-Hotspot" Espelkamp: Wie im schlechten Film

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Wahrscheinlich geht es mir wie vielen. Ich würde am liebsten gar nicht mehr hinschauen – und tue es doch. Das Phänomen Espelkamp beunruhigt mich wie viele andere Menschen im Kreis Minden-Lübbecke – außer offensichtlich zahlreiche ungeimpfte Einwohner von Espelkamp. Dabei sollte es doch gerade die in Sorge versetzen, was um sie herum vorgeht. 

Ich stelle mir das wie in einem schlechten 50er-Jahre-Film vor: Die Protagonisten leben in einem kleinen Ort, in dem immer mehr von einem bösen Virus befallen werden. Die Pandemie greift um sich. Da würde ich am liebsten das Programm wechseln, einfach umschalten. 

Leider schwappt die Coronawelle längst aus Espelkamp heraus, auch wenn die Inzidenzwerte hier viel niedriger sind als die exorbitant hohen in der Stadt „Mittwald". Eine wachsende Zahl ihrer Bürger liegt aber in Krankenhäusern ringsum, einige ringen um ihr Leben. Doch dadurch sind Menschen – auch solche, die ich kenne – bedroht, weil dringend benötigte Operationen aufgeschoben werden. Und mit einem Mal bin ich wütend, wenn ich sehe, dass es in Minden aktuell 313 Corona-Infizierte gibt, in Espelkamp aber – bei knapp einem Drittel an Einwohnern – 615.

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