Kommentar zu Abrissforderung für Hochhäuser in Lerbeck: Falsche Hoffnungen Thomas Lieske Lerbecker Politiker fordern den Abriss der beiden Hochhäuser in dem Stadtteil. Was für ein unsäglicher Schlag ins Gesicht. Hoch motiviert, haben zwei Brüder eines der Problem-Hochhäuser in Lerbeck gekauft und mit viel Geld – vermutlich mehr als in den letzten Jahren überhaupt in das Haus geflossen ist – bereits ordentlich entwickelt. Klar, es gibt noch viele Baustellen, aber die neuralgischen Punkte sind beseitigt. Der Aufzug funktioniert seit acht Jahren das erste Mal wieder – ein Meilenstein! Der Müll verschwindet, es gibt Ansprechpartner vor Ort, die Heizung ist wieder intakt. In nur wenigen Monaten ist die Wunschliste der Politiker nahezu abgearbeitet, sind jahrelange Missstände verschwunden. Anfang des Jahres in einer Bezirksausschusssitzung die tollen Entwicklungen zu loben und auf Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer zu setzen und jetzt den Abriss zu fordern, ist unglaubwürdig. Die Lerbecker Politik hat dem Investor falsche Hoffnungen gemacht. Niemand würde in eine Immobilie derart viel Geld investieren, mit dem Wissen, dass bald die Abrissbirne schwingen soll. Und mal eben ein Haus wegzureißen, in dem es nicht nur ein seit Jahren gewachsenes Sozialgefüge gibt, sondern das auch zahlreichen Menschen aus sozial schwächeren Verhältnissen eine Bleibe bietet, wäre gefährlich. Solch eine Forderung darf eine verantwortungsvolle Stadtverwaltung nicht mittragen.

Kommentar zu Abrissforderung für Hochhäuser in Lerbeck: Falsche Hoffnungen

Lerbecker Politiker fordern den Abriss der beiden Hochhäuser in dem Stadtteil. Was für ein unsäglicher Schlag ins Gesicht. Hoch motiviert, haben zwei Brüder eines der Problem-Hochhäuser in Lerbeck gekauft und mit viel Geld – vermutlich mehr als in den letzten Jahren überhaupt in das Haus geflossen ist – bereits ordentlich entwickelt.

Klar, es gibt noch viele Baustellen, aber die neuralgischen Punkte sind beseitigt. Der Aufzug funktioniert seit acht Jahren das erste Mal wieder – ein Meilenstein! Der Müll verschwindet, es gibt Ansprechpartner vor Ort, die Heizung ist wieder intakt. In nur wenigen Monaten ist die Wunschliste der Politiker nahezu abgearbeitet, sind jahrelange Missstände verschwunden.

Anfang des Jahres in einer Bezirksausschusssitzung die tollen Entwicklungen zu loben und auf Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer zu setzen und jetzt den Abriss zu fordern, ist unglaubwürdig. Die Lerbecker Politik hat dem Investor falsche Hoffnungen gemacht. Niemand würde in eine Immobilie derart viel Geld investieren, mit dem Wissen, dass bald die Abrissbirne schwingen soll. Und mal eben ein Haus wegzureißen, in dem es nicht nur ein seit Jahren gewachsenes Sozialgefüge gibt, sondern das auch zahlreichen Menschen aus sozial schwächeren Verhältnissen eine Bleibe bietet, wäre gefährlich. Solch eine Forderung darf eine verantwortungsvolle Stadtverwaltung nicht mittragen.

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