Kommentar nach Kritik von „Minden gegen Rechts“: Mit allen reden – fast Benjamin Piel Nun war es wieder so weit. Zu kommendem Sonntag, lädt das MT zu einer Diskussionsveranstaltung mit den Direktkandidaten im hiesigen Wahlkreis ins Fort A ein. Mit dabei: AfD-Dauerkandidat Sebastian Landwehr. Kaum angekündigt, legte „Minden gegen Rechts" in den Sozialen Medien los: „Warum bietet ihr der AfD eine Bühne?" Es folgten Ausführungen, warum Landwehr kein Demokrat sei und deshalb vom öffentlichen Gespräch ausgeschlossen gehöre. Das findet die Redaktion nicht. Sie betrachtet es als ihre Aufgabe, allen Kandidaten, die auf dem Wahlzettel stehen, auf den Zahn zu fühlen. Alles andere ist keine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern ein Wegducken. Und das würde der AfD nur die Chance eröffnen, sich wieder als Opfer zu inszenieren. Journalisten sollen informieren – die Wahl hat allein der Wähler. Diese Grundüberzeugung heißt übrigens gleichzeitig nicht, dass es keine Grenzen gäbe. Den Kandidaten Dietrich Janzen (Bündnis C), über dessen Umtriebe heute auf Seite 6 die Rede ist, hat das MT nicht eingeladen. Er ist mit teils heftigen Verschwörungsthesen aufgefallen und mit Vergleichen die in Richtung Volksverhetzung gehen. Dem wollen wir tatsächlich keine Bühne geben. Da ist die rote Linie deutlich überschritten.

Kommentar nach Kritik von „Minden gegen Rechts“: Mit allen reden – fast

Nun war es wieder so weit. Zu kommendem Sonntag, lädt das MT zu einer Diskussionsveranstaltung mit den Direktkandidaten im hiesigen Wahlkreis ins Fort A ein. Mit dabei: AfD-Dauerkandidat Sebastian Landwehr. Kaum angekündigt, legte „Minden gegen Rechts" in den Sozialen Medien los: „Warum bietet ihr der AfD eine Bühne?" Es folgten Ausführungen, warum Landwehr kein Demokrat sei und deshalb vom öffentlichen Gespräch ausgeschlossen gehöre.

bp - © pr
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Das findet die Redaktion nicht. Sie betrachtet es als ihre Aufgabe, allen Kandidaten, die auf dem Wahlzettel stehen, auf den Zahn zu fühlen. Alles andere ist keine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern ein Wegducken. Und das würde der AfD nur die Chance eröffnen, sich wieder als Opfer zu inszenieren. Journalisten sollen informieren – die Wahl hat allein der Wähler.

Diese Grundüberzeugung heißt übrigens gleichzeitig nicht, dass es keine Grenzen gäbe. Den Kandidaten Dietrich Janzen (Bündnis C), über dessen Umtriebe heute auf Seite 6 die Rede ist, hat das MT nicht eingeladen. Er ist mit teils heftigen Verschwörungsthesen aufgefallen und mit Vergleichen die in Richtung Volksverhetzung gehen. Dem wollen wir tatsächlich keine Bühne geben. Da ist die rote Linie deutlich überschritten.

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