Zweierlei Maß? Ein Leser äußert Unverständnis für die maximalen Teilnehmer-Kapazitäten, die für Gottesdienste und andere Zusammenkünfte zur Religionsausübung gelten. Wir wollten ein befreundetes Ehepaar zu uns nach Hause einladen. Aber Stopp, es geht ja nur noch eine Person aus einem fremden Haushalt. Dann haben wir überlegt, ob ich nun meinen Freund oder meine Frau ihre Freundin mit dem Auto abholt. Das haben wir dann aber verworfen, denn man soll seine Wohnung ja nur aus triftigem Grund verlassen und außerdem müssen beide im Wagen eine Maske tragen, da wir aus verschiedenen Haushalten kommen. Also haben wir beschlossen unser Treffen in bessere Zeiten ohne Corona zu verschieben, was ja nun erst in ein paar Monaten nach einer Impfung möglich sein wird. Unsere Freunde haben wir schon seit vielen Wochen leider nicht mehr gesehen, weil wir uns alle an die bestehenden Schutzmaßnahmen halten. Daher ist es mir aber äußerst unverständlich, dass sich Kirchen- und Religionsgemeinschaften jetzt immer noch mit bis zu 100 Menschen in geschlossenen Räumen 45 Minuten treffen dürfen und draußen sogar mit 250 Personen, um ihre Glaubensfreiheit auszuüben. Ich „glaube“ auch fest an die Hygienemaßnahmen der verschiedenen Kultur- und Sporteinrichtungen und der hiesigen Gastronomie, die dürfen wir aber leider schon seit längerer Zeit nicht mehr besuchen. Es entsteht der Eindruck, dass hier mit sehr unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Dirk Harke, Minden

Zweierlei Maß?

Ein Leser äußert Unverständnis für die maximalen Teilnehmer-Kapazitäten, die für Gottesdienste und andere Zusammenkünfte zur Religionsausübung gelten.

Wir wollten ein befreundetes Ehepaar zu uns nach Hause einladen. Aber Stopp, es geht ja nur noch eine Person aus einem fremden Haushalt. Dann haben wir überlegt, ob ich nun meinen Freund oder meine Frau ihre Freundin mit dem Auto abholt. Das haben wir dann aber verworfen, denn man soll seine Wohnung ja nur aus triftigem Grund verlassen und außerdem müssen beide im Wagen eine Maske tragen, da wir aus verschiedenen Haushalten kommen. Also haben wir beschlossen unser Treffen in bessere Zeiten ohne Corona zu verschieben, was ja nun erst in ein paar Monaten nach einer Impfung möglich sein wird. Unsere Freunde haben wir schon seit vielen Wochen leider nicht mehr gesehen, weil wir uns alle an die bestehenden Schutzmaßnahmen halten.

Daher ist es mir aber äußerst unverständlich, dass sich Kirchen- und Religionsgemeinschaften jetzt immer noch mit bis zu 100 Menschen in geschlossenen Räumen 45 Minuten treffen dürfen und draußen sogar mit 250 Personen, um ihre Glaubensfreiheit auszuüben.

Ich „glaube“ auch fest an die Hygienemaßnahmen der verschiedenen Kultur- und Sporteinrichtungen und der hiesigen Gastronomie, die dürfen wir aber leider schon seit längerer Zeit nicht mehr besuchen. Es entsteht der Eindruck, dass hier mit sehr unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird.

Dirk Harke, Minden

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