Zusammenhänge hinterfragen Zahlenspiele zu durch Windräder getöteten Insekten werden in Zweifel gezogen. Seit 1978 befasse ich mich mit Windkraft. Damals wurde – gefördert vom BMFT – von namhaften Industrieunternehmen eine Großwindenergieanlage, kurz Growian, als Demonstrationsanlage gebaut. Die Botschaft lautete: Lasst das, Windenergienutzung ist nicht machbar! Die Windkraftpioniere haben mit viel weniger Geld und mit mehr Sorgfalt die Windenergienutzung wirtschaftlich möglich gemacht. Seither haben die namhaften Unternehmen ihre Gelder in Informationskampagnen gesteckt. Auftragsjournalismus. Die Verächtlichmachung von Windenergie hat sich schleichend immer mehr etabliert. Alle Medien machen da mit, das MT auch. Die DLR gibt wie viele andere Institutionen ihren guten Namen her, um der Sache Vortrieb zu geben: Zählen wir die Lebewesen in einem Kubikmeter Umwelt auf der Höhe Null bis ein Meter, können wir je nach Messgenauigkeit durchaus millionenfach Leben feststellen. Das Prinzip ist, wo Nahrung ist, da ist auch Leben. Etwas weiter höher nimmt das Vorhandensein von Lebewesen dramatisch ab. Oberhalb der Vegetation müssen schon Zehntausende Kubikmeter Luftraum untersucht werden, um auf ein Lebewesen zu treffen. Jetzt gehen Leute der DLR hin und extrapolieren die Zahlen von Insekten in Bodennähe mit den Luftvolumina, die Windkraftrotoren jährlich durchströmen, und kommen auf Milliarden von Tonnen Insekten. Das wissenschaftliche Niveau eines Siebt-Klässlers, der gerade den Dreisatz verstanden hat. Alle Rotorblätter wären schwarz von Insekten! Auf ähnlichem wissenschaftlichen Niveau wird von getöteten Bussarden und Rotmilanen zu Zehntausenden erzählt. Vergleiche mit normalen Mortalitätsquoten fehlen. Im Gegenteil hat sich der Rotmilan in unserer Region trotz der Windräder vermehrt. Die Zusammenhänge werden von Windkraftgegnern hergestellt und sind einmal von wirklichen Wissenschaftlern zu hinterfragen. Johannes Hurrelmeyer, Petershagen

Zusammenhänge hinterfragen

Zahlenspiele zu durch Windräder getöteten Insekten werden in Zweifel gezogen.

Seit 1978 befasse ich mich mit Windkraft. Damals wurde – gefördert vom BMFT – von namhaften Industrieunternehmen eine Großwindenergieanlage, kurz Growian, als Demonstrationsanlage gebaut. Die Botschaft lautete: Lasst das, Windenergienutzung ist nicht machbar!

Die Windkraftpioniere haben mit viel weniger Geld und mit mehr Sorgfalt die Windenergienutzung wirtschaftlich möglich gemacht. Seither haben die namhaften Unternehmen ihre Gelder in Informationskampagnen gesteckt. Auftragsjournalismus. Die Verächtlichmachung von Windenergie hat sich schleichend immer mehr etabliert. Alle Medien machen da mit, das MT auch.

Die DLR gibt wie viele andere Institutionen ihren guten Namen her, um der Sache Vortrieb zu geben: Zählen wir die Lebewesen in einem Kubikmeter Umwelt auf der Höhe Null bis ein Meter, können wir je nach Messgenauigkeit durchaus millionenfach Leben feststellen. Das Prinzip ist, wo Nahrung ist, da ist auch Leben. Etwas weiter höher nimmt das Vorhandensein von Lebewesen dramatisch ab. Oberhalb der Vegetation müssen schon Zehntausende Kubikmeter Luftraum untersucht werden, um auf ein Lebewesen zu treffen. Jetzt gehen Leute der DLR hin und extrapolieren die Zahlen von Insekten in Bodennähe mit den Luftvolumina, die Windkraftrotoren jährlich durchströmen, und kommen auf Milliarden von Tonnen Insekten. Das wissenschaftliche Niveau eines Siebt-Klässlers, der gerade den Dreisatz verstanden hat. Alle Rotorblätter wären schwarz von Insekten! Auf ähnlichem wissenschaftlichen Niveau wird von getöteten Bussarden und Rotmilanen zu Zehntausenden erzählt. Vergleiche mit normalen Mortalitätsquoten fehlen. Im Gegenteil hat sich der Rotmilan in unserer Region trotz der Windräder vermehrt.

Die Zusammenhänge werden von Windkraftgegnern hergestellt und sind einmal von wirklichen Wissenschaftlern zu hinterfragen.

Johannes Hurrelmeyer, Petershagen

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