Zeit zum Innehalten Der Stadtrat hat nach einigen emotionalen Wortbeiträgen mehrheitlich für einen verkaufsoffenen Sonntag am 10. Oktober im Gewerbegebiet Barkhausen gestimmt. Der Antrag auf Sonntagsöffnung von Porta Möbel war zu erwarten. Keine Herbst - und Vorweihnachtszeit ohne Verkaufsrummel, klingelnde Kassen, Konsum und der Ruf nach mehr, mehr, mehr. Und, Leute, schaut in eure Küchen und Wohnzimmer! Ganz ehrlich, da fehlt es doch an nichts! Habt ihr wirklich so wenig Fantasie, dass ihr an Sonntagen nur shoppen könnt? Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf die rechtliche Seite eingehen, gut möglich, dass Verdi gegen die Sonntagsöffnung klagt. Und ich hoffe sehr, dass die Gewerkschaft diesmal die Klage durchzieht. Als Mitglied eines katholischen Verbandes, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), halte ich es für meine Pflicht und Verantwortung, auf die hohe Wertigkeit des Sonntagsschutzes hinzuweisen. Ich sehe diesen besonderen Tag der Woche, den arbeitsfreien Sonntag, für einen lebenswichtigen Ruhepunkt in unserem stressbeladenen Leben an. Er soll die Möglichkeit zur Erholung liefern, ein Innehalten von den Anforderungen des Alltags. Er soll Eltern und Kindern zu gemeinsamen Aktionen dienen. Er soll Freundschaften aufleben lassen, die in der Zeit der Pandemie zu kurz gekommen sind, er soll die Möglichkeit zum Sport geben, zu Ausflügen oder Wanderungen. Und, ja, ihr dürft auch einen Gottesdienst besuchen, als praktizierende Christin kann ich nur empfehlen, auch mal einen Blick in eine Kirche zu werfen oder einen Gottesdienst zu besuchen. Man wird demütig, wenn man die Außenwelt für eine Weile mal ausschließen darf. Susanne Heinrich, Minden

Zeit zum Innehalten

Der Stadtrat hat nach einigen emotionalen Wortbeiträgen mehrheitlich für einen verkaufsoffenen Sonntag am 10. Oktober im Gewerbegebiet Barkhausen gestimmt.

Der Antrag auf Sonntagsöffnung von Porta Möbel war zu erwarten. Keine Herbst - und Vorweihnachtszeit ohne Verkaufsrummel, klingelnde Kassen, Konsum und der Ruf nach mehr, mehr, mehr. Und, Leute, schaut in eure Küchen und Wohnzimmer! Ganz ehrlich, da fehlt es doch an nichts! Habt ihr wirklich so wenig Fantasie, dass ihr an Sonntagen nur shoppen könnt?

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht auf die rechtliche Seite eingehen, gut möglich, dass Verdi gegen die Sonntagsöffnung klagt. Und ich hoffe sehr, dass die Gewerkschaft diesmal die Klage durchzieht. Als Mitglied eines katholischen Verbandes, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), halte ich es für meine Pflicht und Verantwortung, auf die hohe Wertigkeit des Sonntagsschutzes hinzuweisen. Ich sehe diesen besonderen Tag der Woche, den arbeitsfreien Sonntag, für einen lebenswichtigen Ruhepunkt in unserem stressbeladenen Leben an. Er soll die Möglichkeit zur Erholung liefern, ein Innehalten von den Anforderungen des Alltags. Er soll Eltern und Kindern zu gemeinsamen Aktionen dienen. Er soll Freundschaften aufleben lassen, die in der Zeit der Pandemie zu kurz gekommen sind, er soll die Möglichkeit zum Sport geben, zu Ausflügen oder Wanderungen. Und, ja, ihr dürft auch einen Gottesdienst besuchen, als praktizierende Christin kann ich nur empfehlen, auch mal einen Blick in eine Kirche zu werfen oder einen Gottesdienst zu besuchen. Man wird demütig, wenn man die Außenwelt für eine Weile mal ausschließen darf.

Susanne Heinrich, Minden

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