Zeit für Veränderung Von 3.318 Menschen, die an einer Umfrage teilgenommen haben, würden es etwas mehr als 80 Prozent nicht befürworten, wenn im Mindener Tageblatt gegendert wird. wenn im Mindener Tageblatt gegendert wird. wenn im Mindener Tageblatt gegendert wird. Letzten Endes muss wohl jeder Mensch selbst entscheiden (dürfen), ob und wie er geschlechtergerechte Sprache verwendet. Er muss jedoch ebenso die Konsequenzen tragen, wenn er durch seinen Sprachgebrauch Mitmenschen ausschließt und diskriminiert. Generell finde ich es fragwürdig, wie viel Gewichtigkeit bei diesem Thema der Meinung der Cis-Männer bei einer Entscheidungsfindung zugesprochen werden sollte, da sie zwar Teil der Lesenden dieser Zeitung, nicht jedoch Teil der Leidtragenden der Problematik von geschlechterdiskriminierender Sprache sind (als „Cis“ wird eine Person bezeichnet, die sich mit dem ihr angeborenen, eindeutigen Geschlechtsmerkmalen identifizieren kann und somit meist nicht divers ist; Anm. d. Redaktion). Meinem Moralempfinden nach sollten Cis-Männer das Meinungsbild nicht beeinflussen, ob sich Frauen und diverse Menschen ausgeschlossen fühlen oder nicht - deswegen bitte ich darum, deren Stimmergebnis ausschließlich getrennt zu betrachten. Zudem stelle ich mir die Frage, was wirklich schlimmer ist: dass Menschen sprachliche Diskriminierung erfahren, oder dass Menschen genervt von der Aufhebung dieser Diskriminierung sind, selbst wenn Letztere zahlenmäßig überwiegen.Ich persönlich finde, es ist an der Zeit, dass sich der Sprachgebrauch an die wissenschaftlichen Erkenntnisse anpasst (dass es mehr als ein Geschlecht gibt!) und die Frage nach dem „ob“ viel mehr auf das „wie“ gelenkt wird: Mit welchen Schreib- und Sprachweisen können/wollen wir Sprache geschlechtergerecht(er) gestalten? Jette Lorenz, Minden
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Zeit für Veränderung

Von 3.318 Menschen, die an einer Umfrage teilgenommen haben, würden es etwas mehr als 80 Prozent nicht befürworten, wenn im Mindener Tageblatt gegendert wird. wenn im Mindener Tageblatt gegendert wird. wenn im Mindener Tageblatt gegendert wird.

Letzten Endes muss wohl jeder Mensch selbst entscheiden (dürfen), ob und wie er geschlechtergerechte Sprache verwendet. Er muss jedoch ebenso die Konsequenzen tragen, wenn er durch seinen Sprachgebrauch Mitmenschen ausschließt und diskriminiert.

Generell finde ich es fragwürdig, wie viel Gewichtigkeit bei diesem Thema der Meinung der Cis-Männer bei einer Entscheidungsfindung zugesprochen werden sollte, da sie zwar Teil der Lesenden dieser Zeitung, nicht jedoch Teil der Leidtragenden der Problematik von geschlechterdiskriminierender Sprache sind (als „Cis“ wird eine Person bezeichnet, die sich mit dem ihr angeborenen, eindeutigen Geschlechtsmerkmalen identifizieren kann und somit meist nicht divers ist; Anm. d. Redaktion).

Meinem Moralempfinden nach sollten Cis-Männer das Meinungsbild nicht beeinflussen, ob sich Frauen und diverse Menschen ausgeschlossen fühlen oder nicht - deswegen bitte ich darum, deren Stimmergebnis ausschließlich getrennt zu betrachten. Zudem stelle ich mir die Frage, was wirklich schlimmer ist: dass Menschen sprachliche Diskriminierung erfahren, oder dass Menschen genervt von der Aufhebung dieser Diskriminierung sind, selbst wenn Letztere zahlenmäßig überwiegen.

Ich persönlich finde, es ist an der Zeit, dass sich der Sprachgebrauch an die wissenschaftlichen Erkenntnisse anpasst (dass es mehr als ein Geschlecht gibt!) und die Frage nach dem „ob“ viel mehr auf das „wie“ gelenkt wird: Mit welchen Schreib- und Sprachweisen können/wollen wir Sprache geschlechtergerecht(er) gestalten?

Jette Lorenz, Minden

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