Wunsch ist keine Utopie Mindens Theaterintendantin und Theaterpädagogin träumen von einem eigenen Mindener Schauspiel-Ensemble. Mit Interesse habe ich den Artikel gelesen, in dem Theaterintendantin und Theaterpädagogin unseres Mindener Stadttheaters, für uns Zuschauer sich ein eigenes Ensemble wünschen. Diesen Wunsch habe ich aufgegriffen und ihn den Kandidaten im Kommunalwahlkampf vorgestellt. Die spontane Reaktion war zunächst ein Kopfschütteln. Das sei vielleicht wünschenswert, aber absolut nicht finanzierbar. Aber es gibt Argumente, die dieses entkräften können. Die Stadt Osnabrück, eine Gemeinde direkt an unserer Landkreisgrenze gelegen, beschäftigt sehr wohl Schauspieler. In der Stadt Osnabrück leben lediglich 50.000 Menschen mehr denn in unserer Heimatstadt. Und ein Ensemble existiert immer noch, obwohl diese niedersächsische Kommune in den letzten zwölf Jahren, bedingt durch die Schließung der Karmannwerke (Autoindustrie) große wirtschaftliche Probleme durchlitten hat. Mit einer solchen Schauspieltruppe können unsere Expertinnen des Theaters uns hauseigene Stücke bieten. Der grandiose Erfolg, der seinen Niederschlag in den gestiegenen Abonnentenzahlungen findet, würde weiter wachsen. Man könnte sogar eigene Drehbücher verfassen. Dass dieses funktioniert, hat uns der leider zu früh verstorbene Jochen Levin, ein Mitglied der Porta Bühne, mit dem Stück Kröger bewiesen. Die Theaterlandschaft kann auch durch eine Genossenschaft bereichert werden, in der alle auch finanzkräftige und kulturell interessierte Sponsoren Mitglieder werden, und somit sich an der Finanzierung beteiligen. Der Wunsch ist somit keine Utopie, sondern eine geprüfte berechtigte Hoffnung. Bei der Realisierung wird der Stadt sicher der neu zu wählende Kulturbeigeordnete helfen. Dieser Mensch - ob Frau oder Mann - muss sich mit allen Kulturschaffenden gut vernetzen. Daher rate ich dem Rat, sich gut zu beraten bei der Auswahl desselbigen Menschen und ihn ehrlich in allen Belangen zu unterstützen. Vorhang auf!! Andreas Möhring, Minden

Wunsch ist keine Utopie

Mindens Theaterintendantin und Theaterpädagogin träumen von einem eigenen Mindener Schauspiel-Ensemble.

Mit Interesse habe ich den Artikel gelesen, in dem Theaterintendantin und Theaterpädagogin unseres Mindener Stadttheaters, für uns Zuschauer sich ein eigenes Ensemble wünschen. Diesen Wunsch habe ich aufgegriffen und ihn den Kandidaten im Kommunalwahlkampf vorgestellt. Die spontane Reaktion war zunächst ein Kopfschütteln. Das sei vielleicht wünschenswert, aber absolut nicht finanzierbar.

Aber es gibt Argumente, die dieses entkräften können. Die Stadt Osnabrück, eine Gemeinde direkt an unserer Landkreisgrenze gelegen, beschäftigt sehr wohl Schauspieler. In der Stadt Osnabrück leben lediglich 50.000 Menschen mehr denn in unserer Heimatstadt. Und ein Ensemble existiert immer noch, obwohl diese niedersächsische Kommune in den letzten zwölf Jahren, bedingt durch die Schließung der Karmannwerke (Autoindustrie) große wirtschaftliche Probleme durchlitten hat. Mit einer solchen Schauspieltruppe können unsere Expertinnen des Theaters uns hauseigene Stücke bieten. Der grandiose Erfolg, der seinen Niederschlag in den gestiegenen Abonnentenzahlungen findet, würde weiter wachsen. Man könnte sogar eigene Drehbücher verfassen. Dass dieses funktioniert, hat uns der leider zu früh verstorbene Jochen Levin, ein Mitglied der Porta Bühne, mit dem Stück Kröger bewiesen.

Die Theaterlandschaft kann auch durch eine Genossenschaft bereichert werden, in der alle auch finanzkräftige und kulturell interessierte Sponsoren Mitglieder werden, und somit sich an der Finanzierung beteiligen. Der Wunsch ist somit keine Utopie, sondern eine geprüfte berechtigte Hoffnung. Bei der Realisierung wird der Stadt sicher der neu zu wählende Kulturbeigeordnete helfen. Dieser Mensch - ob Frau oder Mann - muss sich mit allen Kulturschaffenden gut vernetzen.

Daher rate ich dem Rat, sich gut zu beraten bei der Auswahl desselbigen Menschen und ihn ehrlich in allen Belangen zu unterstützen.

Vorhang auf!!

Andreas Möhring, Minden

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