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Wo bleibt der Aufschrei? Nach Äußerungen zum Konflikt zwischen der Ukraine und Russland verliert der Chef der deutschen Marine seinen Posten. Das Verteidigungsministerium in Berlin distanzierte sich von Vizeadmiral Schönbachs Äußerungen. Dieser werde „auf eigene Bitte" abgelöst... Egal ob freiwillig oder erzwungen, Schönbachs Rücktritt ist gut, wenn man ihn unter dem Aspekt betrachtet: Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin! Die Warnungen vieler kluger Menschen vor der Nato-Osterweiterung sind von Hardlinern, Kriegsgewinnlern und ewig Gestrigen in den Wind geschlagen worden. Wissen sie nicht, was sie tun? Wohl kaum. Das Spiel mit dem Feuer zulasten der vom Krieg bedrohten Völker zeigt, dass hier skrupellose Drahtzieher wieder einmal bereit sind, den millionenfachen Massenmord an unschuldigen Menschen einzukalkulieren in ihre düsteren großmannsüchtigen Pläne. Wo bleibt der Aufschrei der mutigen Neinsager? Nein zum Auffahren von Schlachtmaterial und Truppenverbänden, Nein zum steinzeitlichen Kriegstrommeln, Nein zur Vorbereitung von Blutvergießen und gigantischer Umweltzerstörung. Kriege sind nicht mehr führbar angesichts des angehäuften Horrorwaffenarsenals, auch dann nicht, wenn die US-Verteidigungsstrategie den "begrenzten Atomkrieg in Europa" mit "Mini-Nukes" für machbar erklärt. Wie viele von diesen "Atombömbchen" wurden eigentlich bereits deponiert bei uns? Krieg ist keine Option. Und jeder weiß doch, dass die Nato-Osterweiterung von Beginn an Kriegstreiberei war. Das muss den beteiligten Regierungen klar sein. Schönbach hatte doch Recht mit vielem. Er hat als mündiger Mensch und Soldat von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht und einen Weg zum Frieden aufgezeigt. Dafür musste er gehen. Wir können alle nur hoffen, dass sich mehr Mutige an wichtigen Schaltstellen laut zu dem verbrecherischen Treiben der Kriegshetzer äußern. Brigitte Olschok, Minden
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Wo bleibt der Aufschrei?

Nach Äußerungen zum Konflikt zwischen der Ukraine und Russland verliert der Chef der deutschen Marine seinen Posten.

Das Verteidigungsministerium in Berlin distanzierte sich von Vizeadmiral Schönbachs Äußerungen. Dieser werde „auf eigene Bitte" abgelöst... Egal ob freiwillig oder erzwungen, Schönbachs Rücktritt ist gut, wenn man ihn unter dem Aspekt betrachtet: Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin! Die Warnungen vieler kluger Menschen vor der Nato-Osterweiterung sind von Hardlinern, Kriegsgewinnlern und ewig Gestrigen in den Wind geschlagen worden. Wissen sie nicht, was sie tun? Wohl kaum. Das Spiel mit dem Feuer zulasten der vom Krieg bedrohten Völker zeigt, dass hier skrupellose Drahtzieher wieder einmal bereit sind, den millionenfachen Massenmord an unschuldigen Menschen einzukalkulieren in ihre düsteren großmannsüchtigen Pläne.

Wo bleibt der Aufschrei der mutigen Neinsager? Nein zum Auffahren von Schlachtmaterial und Truppenverbänden, Nein zum steinzeitlichen Kriegstrommeln, Nein zur Vorbereitung von Blutvergießen und gigantischer Umweltzerstörung. Kriege sind nicht mehr führbar angesichts des angehäuften Horrorwaffenarsenals, auch dann nicht, wenn die US-Verteidigungsstrategie den "begrenzten Atomkrieg in Europa" mit "Mini-Nukes" für machbar erklärt. Wie viele von diesen "Atombömbchen" wurden eigentlich bereits deponiert bei uns?

Krieg ist keine Option. Und jeder weiß doch, dass die Nato-Osterweiterung von Beginn an Kriegstreiberei war. Das muss den beteiligten Regierungen klar sein. Schönbach hatte doch Recht mit vielem. Er hat als mündiger Mensch und Soldat von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht und einen Weg zum Frieden aufgezeigt. Dafür musste er gehen. Wir können alle nur hoffen, dass sich mehr Mutige an wichtigen Schaltstellen laut zu dem verbrecherischen Treiben der Kriegshetzer äußern.

Brigitte Olschok, Minden

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