Warum nicht sofort? Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CdU) hat einen Gesetzesentwurf gegen das Kükenschreddern vorgelegt. Es ist sehr lobenswert, wenn Frau Klöckner jetzt einen Gesetzesentwurf vorlegt, der das Kückenschreddern verbieten soll. So warum so spät, obwohl schon seit Jahren über diese unsägliche Tierquälerei gesprochen wird. Und warum die Umsetzung erst so spät: im Jahr 2022 und nicht sofort? Muss Frau Klöckner – im Umkehrschluss - auch fast eineinhalb Jahre warten bis eine mögliche Fingerverletzung behandelt wird? Und außerdem, was tut Frau Klöckner gegen die immer noch qualvolle Behandlung von Schweinen, die in stählernen Kästen gehalten werden und nicht einmal ihre Gliedmaße ausstrecken können. Die Schweinehalter nehmen großes Leid, Schmerzen und Schäden billigend in Kauf. Die Folgen sind ihnen egal. Das immer wieder vorgebrachte Argument, dass es den Schweinehaltern aus Kostengründen nicht zugemutet werden kann die Ställe Haltungsgerecht umzubauen lasse ich nicht gelten. Wie auch in anderen Branchen würde auch hier der Steuerzahler mit sehr großen Beträgen helfen. Wir lesen immer wieder das Milliardenbeträge für die Unterstützung von Wirtschaftsbetrieben von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden. Das dürfe auch für Schweinehalter zutreffen. Hier sind sind Euros eher im Millionenumfang anzusiedeln. Also Frau Klöckner: erweitern Sie Ihren Gesetzesentwurf. Rainer Nobbe, Minden

Warum nicht sofort?

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CdU) hat einen Gesetzesentwurf gegen das Kükenschreddern vorgelegt.

Es ist sehr lobenswert, wenn Frau Klöckner jetzt einen Gesetzesentwurf vorlegt, der das Kückenschreddern verbieten soll. So warum so spät, obwohl schon seit Jahren über diese unsägliche Tierquälerei gesprochen wird. Und warum die Umsetzung erst so spät: im Jahr 2022 und nicht sofort? Muss Frau Klöckner – im Umkehrschluss - auch fast eineinhalb Jahre warten bis eine mögliche Fingerverletzung behandelt wird? Und außerdem, was tut Frau Klöckner gegen die immer noch qualvolle Behandlung von Schweinen, die in stählernen Kästen gehalten werden und nicht einmal ihre Gliedmaße ausstrecken können. Die Schweinehalter nehmen großes Leid, Schmerzen und Schäden billigend in Kauf. Die Folgen sind ihnen egal. Das immer wieder vorgebrachte Argument, dass es den Schweinehaltern aus Kostengründen nicht zugemutet werden kann die Ställe Haltungsgerecht umzubauen lasse ich nicht gelten. Wie auch in anderen Branchen würde auch hier der Steuerzahler mit sehr großen Beträgen helfen. Wir lesen immer wieder das Milliardenbeträge für die Unterstützung von Wirtschaftsbetrieben von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden. Das dürfe auch für Schweinehalter zutreffen. Hier sind sind Euros eher im Millionenumfang anzusiedeln. Also Frau Klöckner: erweitern Sie Ihren Gesetzesentwurf.

Rainer Nobbe, Minden

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