Viele offene Fragezeichen Das Unternehmen Grohe plant ein Logistikzentrum in Porta Westfalica-Lerbeck. Die Pläne nahmen jüngst eine weitere Hürde im Planungsausschuss. Der Planungsausschuss der Stadt Porta hat mit seiner Zustimmung zum Auslegungsverfahren für den geplanten Bau des Grohe-Logistikzentrums durch den Logistik-Riesen Fiege am Standort Lerbeck ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei mir und vielen anderen Lerbecker Bürgern bleiben in diesem Zusammenhang aber noch einige Fragezeichen haften: • Wie wird die Sicherheit des die Einfahrt des Logistikzentrums querenden Schulweges gewährleistet und gibt es ein schlüssiges, durch die Stadt Porta unterstütztes Verkehrswegekonzept? • Ist das zugrundeliegende Schallschutzgutachten aus dem Jahr 2015 heute noch repräsentativ? • Werden die täglich 133 LKW wirklich, wie zugesichert, den Weg über den Kirchweg zur Autobahn meiden oder doch eher, wie in Nammen und Vennebeck auch, den kürzeren Weg wählen? • Was passiert mit dem Logistikzentrum, wenn der für 10 Jahre mit Fiege geschlossene Pachtvertrag endet? • Werden Trauerandachten und Totenruhe auf dem direkt angrenzenden Friedhof im Schatten von 15 Meter hohen Lagerhallen mit Lieferverkehr ihrem Namen noch gerecht? • Hat der Planungsausschuss wirklich alle Aspekte des in der Bauordnung verankerten Gebotes der Rücksichtnahme bei seiner Entscheidung bedacht? • Wie viele neue Arbeitsplätze werden durch das Logistikzentrum wirklich realisiert werden? Und zu guter Letzt: Kennen die entscheidenden Personen das durch die Stadt Porta 2017/18 in Auftrag gegebene „Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK)“, in dem Lerbeck als „Dorf mit dem historischen Ortskern rund um die Kirche“ beschrieben wird, „von Wohnsiedlungen und dem Schul- und Sportzentrum umgeben“? Falls ja, wie kommt man dann in der Verwaltung auf die Idee, Lerbeck als nur noch „rudimentär erhaltenes Dorf“ abzuwerten und damit den Bau des Logistikzentrums zu rechtfertigen? Wenn es auch im weiteren Verfahren von der Verwaltung keine klaren Antworten darauf gibt, ist es vielleicht an der Zeit, dass bei der kommenden Bürgermeisterwahl in Porta Westfalica wieder die Bürger ein Ausrufezeichen setzen. Maren Engelking, Porta Westfalica-Lerbeck

Viele offene Fragezeichen

Das Unternehmen Grohe plant ein Logistikzentrum in Porta Westfalica-Lerbeck. Die Pläne nahmen jüngst eine weitere Hürde im Planungsausschuss.

Der Planungsausschuss der Stadt Porta hat mit seiner Zustimmung zum Auslegungsverfahren für den geplanten Bau des Grohe-Logistikzentrums durch den Logistik-Riesen Fiege am Standort Lerbeck ein Ausrufezeichen gesetzt. Bei mir und vielen anderen Lerbecker Bürgern bleiben in diesem Zusammenhang aber noch einige Fragezeichen haften:

• Wie wird die Sicherheit des die Einfahrt des Logistikzentrums querenden Schulweges gewährleistet und gibt es ein schlüssiges, durch die Stadt Porta unterstütztes Verkehrswegekonzept?

• Ist das zugrundeliegende Schallschutzgutachten aus dem Jahr 2015 heute noch repräsentativ?

• Werden die täglich 133 LKW wirklich, wie zugesichert, den Weg über den Kirchweg zur Autobahn meiden oder doch eher, wie in Nammen und Vennebeck auch, den kürzeren Weg wählen?

• Was passiert mit dem Logistikzentrum, wenn der für 10 Jahre mit Fiege geschlossene Pachtvertrag endet?

• Werden Trauerandachten und Totenruhe auf dem direkt angrenzenden Friedhof im Schatten von 15 Meter hohen Lagerhallen mit Lieferverkehr ihrem Namen noch gerecht?

• Hat der Planungsausschuss wirklich alle Aspekte des in der Bauordnung verankerten Gebotes der Rücksichtnahme bei seiner Entscheidung bedacht?

• Wie viele neue Arbeitsplätze werden durch das Logistikzentrum wirklich realisiert werden?

Und zu guter Letzt: Kennen die entscheidenden Personen das durch die Stadt Porta 2017/18 in Auftrag gegebene „Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK)“, in dem Lerbeck als „Dorf mit dem historischen Ortskern rund um die Kirche“ beschrieben wird, „von Wohnsiedlungen und dem Schul- und Sportzentrum umgeben“? Falls ja, wie kommt man dann in der Verwaltung auf die Idee, Lerbeck als nur noch „rudimentär erhaltenes Dorf“ abzuwerten und damit den Bau des Logistikzentrums zu rechtfertigen?

Wenn es auch im weiteren Verfahren von der Verwaltung keine klaren Antworten darauf gibt, ist es vielleicht an der Zeit, dass bei der kommenden Bürgermeisterwahl in Porta Westfalica wieder die Bürger ein Ausrufezeichen setzen.

Maren Engelking, Porta Westfalica-Lerbeck

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