Verwunderung über Protest-Bericht Die Omas gegen Rechts protestierten vor kurzem wieder - in stiller Form. Das MT berichtete. Am Samstag, dem 10. Oktober 2020, veranstaltete die Initiative „Omas gegen Rechts“ eine Mahnwache am Scharn, welche auf die (ihrer Meinung nach) zu hohe Wahlzustimmung für die AfD bei der letzten Kommunalwahl aufmerksam machen sollte. Warum die zehn Damen nicht auch auf entsprechende Wahlzustimmung für die Linkspartei hinwiesen, die ja Rechtsnachfolgerin von PDS und SED ist und folglich Mitverantwortung unter anderem für die Toten an der ehemaligen innerdeutschen Grenze trägt, erklärt sich wahrscheinlich nur durch ihren Namen. Am gleichen Tag fand vor dem Rathaus eine Kundgebung mit circa 120 Teilnehmern statt, veranstaltet von der Organisation „Querdenken-571“ Minden. Beleuchtet wurden die einschneidenden Maßnahmen der Regierung im Rahmen der ausgerufenen Corona-Pandemie und damit einhergehend gab es unter anderem eine kritische Betrachtung der veröffentlichten oder nicht veröffentlichten Zahlen in den offiziellen Medien zu Testhäufigkeit, positiv getestet, erkrankt oder an beziehungsweise mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. Beide Veranstaltungen fallen unter die Versammlungs- und Meinungsfreiheit, zwei Rechte aus unserem Grundgesetz, welche Demokratie erst möglich machen. Umso erstaunter war ich, zur Querdenken-Kundgebung im MT kein einziges Wort der Berichterstattung zu lesen. Sie kann dieser Zeitung kaum entgangen sein, denn die beiden Veranstaltungsorte liegen nur circa 150 Meter voneinander entfernt! Der Protest der zehn Omas hingegen war dem Mindener Tageblatt mehr als eine halbe Seite wert! Einen winzigen Augenblick lang dachte ich an bewusste Unterlassung, verwarf diesen Gedanken aber schnell wieder. Das traue ich dem Mindener Tageblatt nicht zu! Andere Zeitungen in Deutschland machen das doch auch nicht! Michael Jecke, Petershagen [Anmerkung der Redaktion: "Die Kritiker der Corona-Maßnahmen demonstrieren seit Ende Mai regelmäßig in Minden. Das MT hat darüber mehrfach berichtet. Da der Inhalt der Demonstrationen jeweils recht ähnlich ist, begleiten wir nicht jede Demo redaktionell, behalten das Thema aber im Blick.“]

Verwunderung über Protest-Bericht

Die Omas gegen Rechts protestierten vor kurzem wieder - in stiller Form. Das MT berichtete.

Am Samstag, dem 10. Oktober 2020, veranstaltete die Initiative „Omas gegen Rechts“ eine Mahnwache am Scharn, welche auf die (ihrer Meinung nach) zu hohe Wahlzustimmung für die AfD bei der letzten Kommunalwahl aufmerksam machen sollte. Warum die zehn Damen nicht auch auf entsprechende Wahlzustimmung für die Linkspartei hinwiesen, die ja Rechtsnachfolgerin von PDS und SED ist und folglich Mitverantwortung unter anderem für die Toten an der ehemaligen innerdeutschen Grenze trägt, erklärt sich wahrscheinlich nur durch ihren Namen.

Am gleichen Tag fand vor dem Rathaus eine Kundgebung mit circa 120 Teilnehmern statt, veranstaltet von der Organisation „Querdenken-571“ Minden. Beleuchtet wurden die einschneidenden Maßnahmen der Regierung im Rahmen der ausgerufenen Corona-Pandemie und damit einhergehend gab es unter anderem eine kritische Betrachtung der veröffentlichten oder nicht veröffentlichten Zahlen in den offiziellen Medien zu Testhäufigkeit, positiv getestet, erkrankt oder an beziehungsweise mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben.

Beide Veranstaltungen fallen unter die Versammlungs- und Meinungsfreiheit, zwei Rechte aus unserem Grundgesetz, welche Demokratie erst möglich machen. Umso erstaunter war ich, zur Querdenken-Kundgebung im MT kein einziges Wort der Berichterstattung zu lesen. Sie kann dieser Zeitung kaum entgangen sein, denn die beiden Veranstaltungsorte liegen nur circa 150 Meter voneinander entfernt! Der Protest der zehn Omas hingegen war dem Mindener Tageblatt mehr als eine halbe Seite wert!

Einen winzigen Augenblick lang dachte ich an bewusste Unterlassung, verwarf diesen Gedanken aber schnell wieder. Das traue ich dem Mindener Tageblatt nicht zu! Andere Zeitungen in Deutschland machen das doch auch nicht!

Michael Jecke, Petershagen

[Anmerkung der Redaktion: "Die Kritiker der Corona-Maßnahmen demonstrieren seit Ende Mai regelmäßig in Minden. Das MT hat darüber mehrfach berichtet. Da der Inhalt der Demonstrationen jeweils recht ähnlich ist, begleiten wir nicht jede Demo redaktionell, behalten das Thema aber im Blick.“]

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