Verwunderliche Strategie Am 1. Februar soll es in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen losgehen – zumindest in der Theorie. Praktisch gilt der 1. Februar zunächst noch unter Vorbehalt. Stationäre Pflegeeinrichtungen werden seit dem 27. Dezember mit Impfstoff versorgt. Zu der allgemeinen Problematik rund um das Impfen gegen Corona möchte ich folgendes anmerken: Die Strategie "die Alten zuerst" verwundert mich schon ein wenig. Längst nicht alle älteren Menschen in unserem Land leben in Heimen beziehungsweise sind gebrechlich und schwer vorerkrankt. Fitte Senioren bewältigen heutzutage ebenso ihren Alltag selbstverantwortlich, wie manch jüngerer Zeitgenosse, nur mit dem Unterschied, dass die Alten nun endlich den verdienten Lohn ihrer Lebensleistung genießen dürfen. Klar, dass mit fortschreitendem Alter der Körper einem natürlichen Abbauprozess unterliegt, doch deshalb sind alte Menschen längst noch "keine wandelnde Funktionsstörung" und dieser Grund, die ältere Bevölkerung zu allererst komplett durch zu impfen, denn ansonsten drohe ihnen womöglich der Tod, finde ich etwas weit hergeholt. Ich hingegen lasse gern den jüngeren Zeitgenossen in unserem Lande den Vortritt bezüglich einem Corona-Pieks, sind diese doch für die Volkswirtschaft ein wichtiger Bestandteil. Zudem ist hinlänglich bekannt, die mit Abstand größte Altersgruppe der Corona-Infektionen ist die der 35- bis 59-Jährigen. Außerdem stünde es unseren Regierungsmitgliedern gut an, wenn diese uns in vorbildlicher Weise vorangehen würden, frei nach dem Motto: "Deutschland krempelt die Ärmel hoch". Galen Scheidler, Graal-Müritz

Verwunderliche Strategie

Am 1. Februar soll es in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen losgehen – zumindest in der Theorie. Praktisch gilt der 1. Februar zunächst noch unter Vorbehalt. Stationäre Pflegeeinrichtungen werden seit dem 27. Dezember mit Impfstoff versorgt.

Zu der allgemeinen Problematik rund um das Impfen gegen Corona möchte ich folgendes anmerken: Die Strategie "die Alten zuerst" verwundert mich schon ein wenig.

Längst nicht alle älteren Menschen in unserem Land leben in Heimen beziehungsweise sind gebrechlich und schwer vorerkrankt. Fitte Senioren bewältigen heutzutage ebenso ihren Alltag selbstverantwortlich, wie manch jüngerer Zeitgenosse, nur mit dem Unterschied, dass die Alten nun endlich den verdienten Lohn ihrer Lebensleistung genießen dürfen.

Klar, dass mit fortschreitendem Alter der Körper einem natürlichen Abbauprozess unterliegt, doch deshalb sind alte Menschen längst noch "keine wandelnde Funktionsstörung" und dieser Grund, die ältere Bevölkerung zu allererst komplett durch zu impfen, denn ansonsten drohe ihnen womöglich der Tod, finde ich etwas weit hergeholt.

Ich hingegen lasse gern den jüngeren Zeitgenossen in unserem Lande den Vortritt bezüglich einem Corona-Pieks, sind diese doch für die Volkswirtschaft ein wichtiger Bestandteil. Zudem ist hinlänglich bekannt, die mit Abstand größte Altersgruppe der Corona-Infektionen ist die der 35- bis 59-Jährigen. Außerdem stünde es unseren Regierungsmitgliedern gut an, wenn diese uns in vorbildlicher Weise vorangehen würden, frei nach dem Motto: "Deutschland krempelt die Ärmel hoch".

Galen Scheidler, Graal-Müritz

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Leserbriefe