Verlässlich, aber einfach Ein Leser wünscht sich einen verbindlichen Impfpass zur Corona-Impfung. Die Welt hält den Atem an. Frau Merkel fällt nach einem Jahr ein, dass das Thema Corona wohl doch „Chefsache“ ist – toll. Nun dreht sich alles um das Thema „Impfen“. Wer hat wann, was, zu viel, zu wenig bestellt? Parteien nutzen dies wie immer schamlos aus, um den politischen Gegner zu diffamieren. Wie zwei Kleinkinder, die sich auf dem Autorücksitz um einen Schokoriegel prügeln, kurz bevor der Wagen unter den Lkw rauscht. Selbst bei der aktuellen Lage schaffen es unsere demokratischen Parteien nicht, gesittet zusammen zu arbeiten. Ist unser demokratisches System eigentlich noch zeitgemäß? Doch was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass keiner der sogenannten Volksvertreter für die Zukunft plant. Jetzt werden Millionen Personen geimpft und danach ohne jegliche Legitimation nach Hause geschickt. Die längst überfällige Gesundheits-Kassenkarte mit Datenspeichermöglichkeit ist nicht mal in Arbeit! Wozu auch – Ärzte werden ja gut bezahlt, um die x-te Röntgenaufnahme vom Kiefer zu machen. „Kostet ja nichts!“ Und was ist mit einem Corona-Impfpass? Wie sollen wir in fünf Monaten bei der Sportveranstaltung ermitteln, ob der Zuschauer geimpft ist - oder nicht? Die Einstichstelle dürfte wohl kaum verlässlich ausreichen. Alle Bereiche mit Publikumsverkehr - vom Krankenhaus bis zur Dönerbude - müssen dies verlässlich, mit einfachen Mitteln prüfen können. Dazu bedarf es eines fälschungssicheren, digitalen Ausweises (zum Beispiel in Checkkartenformat) mit Lichtbild und Impfstatus. Die aktuelle Situation wäre prädestiniert, bei der ersten Impfung Lichtbild et cetera zu machen, um den Ausweis bei der zweiten Impfung auszuhändigen - passt! Aber ich fürchte, das fällt Herrn Spahn frühestens in sechs Monaten ein. Und dann war da noch so was, das sich Erderwärmung nannte - „Aber das krien mer‘ später.“ Rainer Leye, Hille

Verlässlich, aber einfach

Ein Leser wünscht sich einen verbindlichen Impfpass zur Corona-Impfung.

Die Welt hält den Atem an. Frau Merkel fällt nach einem Jahr ein, dass das Thema Corona wohl doch „Chefsache“ ist – toll. Nun dreht sich alles um das Thema „Impfen“. Wer hat wann, was, zu viel, zu wenig bestellt? Parteien nutzen dies wie immer schamlos aus, um den politischen Gegner zu diffamieren. Wie zwei Kleinkinder, die sich auf dem Autorücksitz um einen Schokoriegel prügeln, kurz bevor der Wagen unter den Lkw rauscht.

Selbst bei der aktuellen Lage schaffen es unsere demokratischen Parteien nicht, gesittet zusammen zu arbeiten. Ist unser demokratisches System eigentlich noch zeitgemäß? Doch was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass keiner der sogenannten Volksvertreter für die Zukunft plant. Jetzt werden Millionen Personen geimpft und danach ohne jegliche Legitimation nach Hause geschickt. Die längst überfällige Gesundheits-Kassenkarte mit Datenspeichermöglichkeit ist nicht mal in Arbeit! Wozu auch – Ärzte werden ja gut bezahlt, um die x-te Röntgenaufnahme vom Kiefer zu machen. „Kostet ja nichts!“

Und was ist mit einem Corona-Impfpass? Wie sollen wir in fünf Monaten bei der Sportveranstaltung ermitteln, ob der Zuschauer geimpft ist - oder nicht? Die Einstichstelle dürfte wohl kaum verlässlich ausreichen. Alle Bereiche mit Publikumsverkehr - vom Krankenhaus bis zur Dönerbude - müssen dies verlässlich, mit einfachen Mitteln prüfen können. Dazu bedarf es eines fälschungssicheren, digitalen Ausweises (zum Beispiel in Checkkartenformat) mit Lichtbild und Impfstatus. Die aktuelle Situation wäre prädestiniert, bei der ersten Impfung Lichtbild et cetera zu machen, um den Ausweis bei der zweiten Impfung auszuhändigen - passt! Aber ich fürchte, das fällt Herrn Spahn frühestens in sechs Monaten ein. Und dann war da noch so was, das sich Erderwärmung nannte - „Aber das krien mer‘ später.“

Rainer Leye, Hille

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