Start der 2. Welle verschlafen Leser sorgen sich wegen einer zweiten Infektionswelle aufgrund von Urlaubsrückkehrern. Immer mehr Urlauber kommen mit dem Virus aus dem Urlaub zurück. Viel zu spät ist damit begonnen worden, den Ankommenden einen Test anzubieten. Doch die große Mehrheit nimmt dieses Angebot nicht wahr. Gerade junge Leute lehnen das ab. Ja, sie hätten so einen „Zettel“ bekommen, da stände sie sollten sich beim örtlichen Gesundheitsamt melden und sich zwei Wochen in Quarantäne begeben. Dafür sähen sie aber keinen Grund und würden so weitermachen wie zuvor. Sie könnten ja in den nächsten zwei Wochen ihre persönlichen und beruflichen Kontakte etwas minimieren Und das, wo man weiß, dass es in diesem Sommer viele „Ischgl“ gibt. Freiwillig testen lässt sich nur ein kleiner Bruchteil der Rückkehrer. Und jetzt - nachdem die Zahlen überall durch Urlaubsrückkehrer wieder steigen, diskutieren die Landesminister, wie man der Sache „begegnen“ kann. Die Politik verschläft den Start der zweiten Welle. Ebenso wie es schon beider ersten Welle war. Nur Bayern testet verpflichtend alle Rückkehrer aus Risikogebieten und das schon länger. O wohl auch viele angebliche sichere Orte zu neuen Hotspots werden wie auf Mallorca und in Spanien und Italien und auch die Niederlande. Grundsätzlich müsste jeder Rückkehrer aus dem Ausland getestet werden. Sonst wird es uns heftiger und schlimmer treffen als bei der ersten Welle. Und da müsste auch die Justiz endlich wach werden und nicht unverständliche Lockerungen beschließen. Aber wir wissen ja, beim Gericht gibt es keine Gerechtigkeit - nur ein Urteil oder Beschluss. Ralf HoppmannMinden

Start der 2. Welle verschlafen

Leser sorgen sich wegen einer zweiten Infektionswelle aufgrund von Urlaubsrückkehrern.

Immer mehr Urlauber kommen mit dem Virus aus dem Urlaub zurück. Viel zu spät ist damit begonnen worden, den Ankommenden einen Test anzubieten. Doch die große Mehrheit nimmt dieses Angebot nicht wahr. Gerade junge Leute lehnen das ab. Ja, sie hätten so einen „Zettel“ bekommen, da stände sie sollten sich beim örtlichen Gesundheitsamt melden und sich zwei Wochen in Quarantäne begeben. Dafür sähen sie aber keinen Grund und würden so weitermachen wie zuvor. Sie könnten ja in den nächsten zwei Wochen ihre persönlichen und beruflichen Kontakte etwas minimieren Und das, wo man weiß, dass es in diesem Sommer viele „Ischgl“ gibt.

Freiwillig testen lässt sich nur ein kleiner Bruchteil der Rückkehrer. Und jetzt - nachdem die Zahlen überall durch Urlaubsrückkehrer wieder steigen, diskutieren die Landesminister, wie man der Sache „begegnen“ kann.

Die Politik verschläft den Start der zweiten Welle. Ebenso wie es schon beider ersten Welle war. Nur Bayern testet verpflichtend alle Rückkehrer aus Risikogebieten und das schon länger. O wohl auch viele angebliche sichere Orte zu neuen Hotspots werden wie auf Mallorca und in Spanien und Italien und auch die Niederlande.

Grundsätzlich müsste jeder Rückkehrer aus dem Ausland getestet werden. Sonst wird es uns heftiger und schlimmer treffen als bei der ersten Welle. Und da müsste auch die Justiz endlich wach werden und nicht unverständliche Lockerungen beschließen. Aber wir wissen ja, beim Gericht gibt es keine Gerechtigkeit - nur ein Urteil oder Beschluss.

Ralf HoppmannMinden

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Leserbriefe