Spaltung vermeiden Ärzte, die in NRW die Corona-Schutzimpfung verabreichen, erhalten dafür laut Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) 150 Euro in der Stunde. Mit großem Erstaunen habe ich den Bericht über die Honorierung der impfenden Ärzte gelesen. Während in der Pandemie viele Menschen in größte finanzielle Schwierigkeiten geraten und um ihre berufliche Zukunft fürchten müssen, erhalten Ärzte ein Honorar von 150 Euro pro Stunde. In dieser außergewöhnlichen und schwierigen Zeit sollten wir uns alle solidarisch zeigen und alles vermeiden, was in dieser Situation zu einer Spaltung der Gesellschaft beiträgt. Das ist ein Stundenlohn von 150 Euro! Nach fast 30-jähriger Tätigkeit als Hausarzt kann ich noch Folgendes berichten: Es gab eine Pauschale von circa 35 Euro pro Patient für ein Quartal (drei Monate) und in der waren fast alle ärztlichen Leistungen enthalten. Trotzdem ist mir kein Kollege bekannt, der dadurch Not leiden oder Insolvenz anmelden musste. Wir Ärzte haben einen Eid geschworen den Patienten zu helfen. Daher bin ich der Meinung, es sollte keinen Anreiz geben, durch völlig überzogene Honorierung seine ärztliche Tätigkeit auszuüben. Wir Ärzte sollten mit einer angemessenen Honorierung in dieser Situation arbeiten, da wir durch unsere Ausbildung eine gewisse gesellschaftliche Verpflichtung haben. Sicherlich könnte man das Honorar ja spenden, aber dann wird es trotzdem von der Allgemeinheit finanziert. Ich persönlich würde jederzeit unentgeltlich in einer hausärztlichen Praxis beim Impfen helfen. Ich denke, dass es nicht nur meine Meinung als älterer Hausarzt ist, sondern dass viele meiner Kollegen der gleichen Meinung sind. Dr. med. Matthias Schröder, Minden

Spaltung vermeiden

Ärzte, die in NRW die Corona-Schutzimpfung verabreichen, erhalten dafür laut Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) 150 Euro in der Stunde.

Mit großem Erstaunen habe ich den Bericht über die Honorierung der impfenden Ärzte gelesen. Während in der Pandemie viele Menschen in größte finanzielle Schwierigkeiten geraten und um ihre berufliche Zukunft fürchten müssen, erhalten Ärzte ein Honorar von 150 Euro pro Stunde.

In dieser außergewöhnlichen und schwierigen Zeit sollten wir uns alle solidarisch zeigen und alles vermeiden, was in dieser Situation zu einer Spaltung der Gesellschaft beiträgt. Das ist ein Stundenlohn von 150 Euro!

Nach fast 30-jähriger Tätigkeit als Hausarzt kann ich noch Folgendes berichten: Es gab eine Pauschale von circa 35 Euro pro Patient für ein Quartal (drei Monate) und in der waren fast alle ärztlichen Leistungen enthalten. Trotzdem ist mir kein Kollege bekannt, der dadurch Not leiden oder Insolvenz anmelden musste.

Wir Ärzte haben einen Eid geschworen den Patienten zu helfen. Daher bin ich der Meinung, es sollte keinen Anreiz geben, durch völlig überzogene Honorierung seine ärztliche Tätigkeit auszuüben. Wir Ärzte sollten mit einer angemessenen Honorierung in dieser Situation arbeiten, da wir durch unsere Ausbildung eine gewisse gesellschaftliche Verpflichtung haben. Sicherlich könnte man das Honorar ja spenden, aber dann wird es trotzdem von der Allgemeinheit finanziert.

Ich persönlich würde jederzeit unentgeltlich in einer hausärztlichen Praxis beim Impfen helfen. Ich denke, dass es nicht nur meine Meinung als älterer Hausarzt ist, sondern dass viele meiner Kollegen der gleichen Meinung sind.

Dr. med. Matthias Schröder, Minden

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