Schnelles Handeln erforderlich Im Zuge der Corona-Pandemie liegt große Hoffnung auf zukünftigen Impfstoffen. Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer liegt nach Angaben beider Unternehmen bei 95 Prozent. Biontech produziert bereits, egal ob zugelassen. Die kommende Nachfrage (allein in Minden knapp 50.000 Impfwünsche, wenn 60 Prozent sich impfen lassen wollen), ist eine gigantische logistische Herausforderung. Wenn zehn Minuten für die erste und zweite Nachimpfung zu veranschlagen sind, schaffen rechnerisch zwei parallel arbeitende Teams zwölf Fälle in der Stunde, im Zwei-Schichtsystem sind es nur knapp 200 pro Tag. Erst Mitte 2022 wäre Minden durch. Das ist zu lange, also werden mindestens zwei Impfzentren benötigt, damit wir im Herbst 2021 den Impfwünschen nachgekommen sind. Jetzt ist der Moment, wo die Verantwortlichen beweisen müssen, dass es ihnen ernst ist und sie sofort mit den Vorbereitungen starten (es ist nicht nur die ambulante Hilfe in Altersheimen notwendig). Schafft die Zentren mit Parkmöglichkeiten, sichert die Tiefkühlkette, bildet die Durchführenden aus. Ein Arzt als verantwortlicher Leiter reicht (mehr sind kaum greifbar). Startet unverzüglich als erstes Signal die Aufrufe für Impfwünsche in der Presse. Überlegt, wie ihr die fixe Terminierung hinkriegt (wer sie nicht wahrnimmt, stellt sich hinten an). Sofort-Interessenten, die auf 90 Prozent Wirksamkeit des Biontech-Versprechens vertrauen, gibt es genug. Auch ich bin gern vorn dabei. Startet sofort mit der Erfassung und Benachrichtigung per Mail. Es wäre unbestreitbar toll und von der Mehrheit goutiert, wenn man jetzt handelt und so im Januar 2021 in den Zentren anfangen könnte. Weiter Maske tragen, auch wenn man geimpft wurde, wird dann in 2021 zu einem Zustimmungs- und Solidaritätssignal! Elmar Hilbring, Minden

Schnelles Handeln erforderlich

Im Zuge der Corona-Pandemie liegt große Hoffnung auf zukünftigen Impfstoffen. Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer liegt nach Angaben beider Unternehmen bei 95 Prozent.

Biontech produziert bereits, egal ob zugelassen. Die kommende Nachfrage (allein in Minden knapp 50.000 Impfwünsche, wenn 60 Prozent sich impfen lassen wollen), ist eine gigantische logistische Herausforderung. Wenn zehn Minuten für die erste und zweite Nachimpfung zu veranschlagen sind, schaffen rechnerisch zwei parallel arbeitende Teams zwölf Fälle in der Stunde, im Zwei-Schichtsystem sind es nur knapp 200 pro Tag. Erst Mitte 2022 wäre Minden durch. Das ist zu lange, also werden mindestens zwei Impfzentren benötigt, damit wir im Herbst 2021 den Impfwünschen nachgekommen sind.

Jetzt ist der Moment, wo die Verantwortlichen beweisen müssen, dass es ihnen ernst ist und sie sofort mit den Vorbereitungen starten (es ist nicht nur die ambulante Hilfe in Altersheimen notwendig). Schafft die Zentren mit Parkmöglichkeiten, sichert die Tiefkühlkette, bildet die Durchführenden aus. Ein Arzt als verantwortlicher Leiter reicht (mehr sind kaum greifbar). Startet unverzüglich als erstes Signal die Aufrufe für Impfwünsche in der Presse. Überlegt, wie ihr die fixe Terminierung hinkriegt (wer sie nicht wahrnimmt, stellt sich hinten an). Sofort-Interessenten, die auf 90 Prozent Wirksamkeit des Biontech-Versprechens vertrauen, gibt es genug. Auch ich bin gern vorn dabei. Startet sofort mit der Erfassung und Benachrichtigung per Mail. Es wäre unbestreitbar toll und von der Mehrheit goutiert, wenn man jetzt handelt und so im Januar 2021 in den Zentren anfangen könnte. Weiter Maske tragen, auch wenn man geimpft wurde, wird dann in 2021 zu einem Zustimmungs- und Solidaritätssignal!

Elmar Hilbring, Minden

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