Schluss mit dörflicher Ruhe Der Konzern Fiege baut für Grohe ein neues Logistikzentrum. Das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre in Porta bereitet einigen Anwohnern Kopfschmerzen. Ein Dorf, oder zumindest der Teil, der noch davon übrig geblieben war, wurde verkauft. Dieses Dorf heißt Lerbeck und ist ein Ortsteil der ja so schönen Stadt Porta Westfalica. Dörfliche Idylle konnte man hier heutzutage ohnehin nicht mehr erwarten. Aber ein kleines Stück Heimat mit wohlverdienter Ruhe – wenigstens zum Feierabend und an den Wochenenden ist in meinen Augen Pflicht! Leider konnte die Stadt Porta sowie Teile der Politik mit Regierungsverantwortung nicht widerstehen, als ein grandioses Angebot des Großlogistikers Fiege gepaart mit dem heimischen Unternehmen Grohe auf dem Tisch lag und großartige Zuwächse in der Stadtkasse versprach! Traurig, dass das „Schutzgut Mensch“ und dessen Wohnumfeld in einer noch einigermaßen intakten Umwelt hierbei vollkommen außer Acht gelassen wurde und nur der „schnöde Mammon“ Maßstab für die Baugenehmigung war. Ach ja, natürlich auch die Verantwortung für die Arbeitsplätze der 250 Grohe-Mitarbeiter, die vorsorglich mit einem Zehn-Jahres-Arbeitsvertrag in die „Grohe Logistik“ übergegangen sind. Es ist nur zu hoffen, dass dieser Vertrag auch über zehn Jahre hinaus Bestand hat. Im Gegenzug dürfen wir Lerbecker nun seit Mitte Oktober 2020 jeden Tag durch die fortschreitende monumentale Zerstörung unserer Landschaft, verbunden mit gewaltiger Verlärmung miterleben, wie unsere Heimat zerstört wird. Unwiederbringlich! Lebensqualität ade. Alle Bewohner der anderen Portaner Gemeinden: Seid wachsam! Es ist alles möglich! Geldzufluss gepaart mit zu sichernden Arbeitsplätzen klappt immer! Das Wohl des Bürgers spielt dann keine Rolle mehr! Karin Dreier, Porta Westfalica

Schluss mit dörflicher Ruhe

Der Konzern Fiege baut für Grohe ein neues Logistikzentrum. Das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre in Porta bereitet einigen Anwohnern Kopfschmerzen.

Ein Dorf, oder zumindest der Teil, der noch davon übrig geblieben war, wurde verkauft. Dieses Dorf heißt Lerbeck und ist ein Ortsteil der ja so schönen Stadt Porta Westfalica. Dörfliche Idylle konnte man hier heutzutage ohnehin nicht mehr erwarten. Aber ein kleines Stück Heimat mit wohlverdienter Ruhe – wenigstens zum Feierabend und an den Wochenenden ist in meinen Augen Pflicht!

Leider konnte die Stadt Porta sowie Teile der Politik mit Regierungsverantwortung nicht widerstehen, als ein grandioses Angebot des Großlogistikers Fiege gepaart mit dem heimischen Unternehmen Grohe auf dem Tisch lag und großartige Zuwächse in der Stadtkasse versprach! Traurig, dass das „Schutzgut Mensch“ und dessen Wohnumfeld in einer noch einigermaßen intakten Umwelt hierbei vollkommen außer Acht gelassen wurde und nur der „schnöde Mammon“ Maßstab für die Baugenehmigung war. Ach ja, natürlich auch die Verantwortung für die Arbeitsplätze der 250 Grohe-Mitarbeiter, die vorsorglich mit einem Zehn-Jahres-Arbeitsvertrag in die „Grohe Logistik“ übergegangen sind. Es ist nur zu hoffen, dass dieser Vertrag auch über zehn Jahre hinaus Bestand hat.

Im Gegenzug dürfen wir Lerbecker nun seit Mitte Oktober 2020 jeden Tag durch die fortschreitende monumentale Zerstörung unserer Landschaft, verbunden mit gewaltiger Verlärmung miterleben, wie unsere Heimat zerstört wird. Unwiederbringlich! Lebensqualität ade.

Alle Bewohner der anderen Portaner Gemeinden: Seid wachsam! Es ist alles möglich! Geldzufluss gepaart mit zu sichernden Arbeitsplätzen klappt immer! Das Wohl des Bürgers spielt dann keine Rolle mehr!

Karin Dreier, Porta Westfalica

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