Regionale Gebrauchskunst Ein Leser wünscht sich mehr regionale Kunst und bezieht sich dabei auf einen Leserbrief, dessen Verfasserin die Pegelschlange lieber täglich vor Augen hätte, als beispielsweise Windräder oder Sendemasten. Um mal eins vorwegzunehmen, fast jede Kunst ist absolut wichtig für unsere Kultur, Gemeinschaft, Gesellschaft! Wir sollten nur nicht diverse Themen verwechseln, vermischen oder in einen Topf werfen. Ein Sendemast ist für das Empfangen und Senden von Daten (Digitalisierung) notwendig. Das Windrad macht Strom und beschleunigt den Ausstieg aus der Verwertung fossiler Brennstoffe oder mahlt Körner zu Mehl. Die Pegelschlange misst den Pegel, (siehe Leserbrief von 4. Juli .2020 mit Foto) und deshalb nenne ich das Gebrauchskunst. Grundsätzlich freue ich mich ja, wenn Kunst unterstützt und bezahlt wird, aber warum nicht Künstler aus der Region? Muss nicht auch hier an Regionalität appelliert werden? Warum Künstler aus Berlin oder anderen En-vogue-Regionen, nur weil es gerade en vogue ist? Oder weil sich wer auch immer mit vermeintlich tollen Projekten von namentlich schon bekannten Künstlern oder Kunstkollektiven schmücken möchte? Mein Vorschlag wäre hier zwingend (und davon auch Genehmigungen und politische Entscheidungen abhängig machen) Künstler, Kunstschüler oder Studenten von unseren Schulen oder Unis, eben aus der Region mit einzubinden. Ebenso dann Entwürfe, Kunstobjekte auch hier vor Ort zu bauen und heimische Firmen von den Kunstaufträgen partizipieren zu lassen. Gegebenenfalls dann auch Gebrauchskunst (zum Beispiel eine überdimensionale Filtertüte aus Stahlgeflecht, die zumindest ein wenig "Müll" in Minden an der Weser aus eben dieser filtert, auf dem Weg in den Norden. Immer diese großspurigen Visionen, die Unsummen Geld auch für Folgekosten, wie unter anderem Verkehrssicherung, Pflege und Instandhaltung kosten, nur um en vogue zu sein? Das ist wie mit Hipster-Bärten, heute dran, morgen ab. Weniger ist mehr, das gilt auch für die Pegelschlange, der Pegel wird ja auch an anderer Stelle schon gemessen. So long. Christoph Einck-Roßkamp, Minden

Regionale Gebrauchskunst

Ein Leser wünscht sich mehr regionale Kunst und bezieht sich dabei auf einen Leserbrief, dessen Verfasserin die Pegelschlange lieber täglich vor Augen hätte, als beispielsweise Windräder oder Sendemasten.

Um mal eins vorwegzunehmen, fast jede Kunst ist absolut wichtig für unsere Kultur, Gemeinschaft, Gesellschaft! Wir sollten nur nicht diverse Themen verwechseln, vermischen oder in einen Topf werfen.

Ein Sendemast ist für das Empfangen und Senden von Daten (Digitalisierung) notwendig. Das Windrad macht Strom und beschleunigt den Ausstieg aus der Verwertung fossiler Brennstoffe oder mahlt Körner zu Mehl. Die Pegelschlange misst den Pegel, (siehe Leserbrief von 4. Juli .2020 mit Foto) und deshalb nenne ich das Gebrauchskunst.

Grundsätzlich freue ich mich ja, wenn Kunst unterstützt und bezahlt wird, aber warum nicht Künstler aus der Region? Muss nicht auch hier an Regionalität appelliert werden? Warum Künstler aus Berlin oder anderen En-vogue-Regionen, nur weil es gerade en vogue ist? Oder weil sich wer auch immer mit vermeintlich tollen Projekten von namentlich schon bekannten Künstlern oder Kunstkollektiven schmücken möchte?

Mein Vorschlag wäre hier zwingend (und davon auch Genehmigungen und politische Entscheidungen abhängig machen) Künstler, Kunstschüler oder Studenten von unseren Schulen oder Unis, eben aus der Region mit einzubinden. Ebenso dann Entwürfe, Kunstobjekte auch hier vor Ort zu bauen und heimische Firmen von den Kunstaufträgen partizipieren zu lassen. Gegebenenfalls dann auch Gebrauchskunst (zum Beispiel eine überdimensionale Filtertüte aus Stahlgeflecht, die zumindest ein wenig "Müll" in Minden an der Weser aus eben dieser filtert, auf dem Weg in den Norden.

Immer diese großspurigen Visionen, die Unsummen Geld auch für Folgekosten, wie unter anderem Verkehrssicherung, Pflege und Instandhaltung kosten, nur um en vogue zu sein? Das ist wie mit Hipster-Bärten, heute dran, morgen ab.

Weniger ist mehr, das gilt auch für die Pegelschlange, der Pegel wird ja auch an anderer Stelle schon gemessen. So long.

Christoph Einck-Roßkamp, Minden

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