Nur das halbe Bild Eine neue Bahntrasse soll den Bahnverkehr verbessern. In den von einem möglichen Bau betroffenen Kommunen gibt es dagegen Widerstand. Ein Leser empfundet dei Berichertsattung als Unausgewogen. Als sich 1968 der "Club of Rome" gegründet hat, ich erinnere mich gut daran, wurden die Gründungsmitglieder, Visionäre des Wandels, allesamt Experten in ihren Disziplinen, milde belächelt. Der Anstoß, der Impuls, endlich umzudenken in unserem Wirtschaften und Verhalten, hat bis heute keine nachhaltige Wirkung gezeigt. Wir messen die stetige Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und die Zunahme des Massenanteils von Wasserdampf, über den anthropogenen Anteil hinaus. Die Erkenntnis, dass die Treiber der Erderwärmung reduziert werden müssen und zum Umdenken zwingen, ist beim MT noch nicht angekommen. Der Protest wird in der seit Jahren laufenden medialen Kampagne gewürdigt, die Befürworter aber in ihren Argumenten auf "Pro-Deutschlandtakt" geschrumpft. Die Umstellung auf einen intelligenten Fahrplan und den damit einhergehenden Paradigmenwechsel in der Entwicklung der Eisenbahn-Infrastruktur wird bewusst ausgeklammert. Die Mobilitäts- und Verkehrswende wird, dito, nicht thematisiert. Dass wir attraktive Fern- und Nahverkehrssysteme aufbauen müssen, um die Hauptverursacher der CO2-Emission, das Auto, den Lkw und das Flugzeug, von der Straße und zu bekommen und vom Himmel zu holen, fehlt in den einseitigen Statements der Zeitung. Bleibt die Frage, was die Zeitung antreibt nur das halbe Bild zu malen? Hans Ulrich Gräf, Minden

Nur das halbe Bild

Eine neue Bahntrasse soll den Bahnverkehr verbessern. In den von einem möglichen Bau betroffenen Kommunen gibt es dagegen Widerstand. Ein Leser empfundet dei Berichertsattung als Unausgewogen.

Als sich 1968 der "Club of Rome" gegründet hat, ich erinnere mich gut daran, wurden die Gründungsmitglieder, Visionäre des Wandels, allesamt Experten in ihren Disziplinen, milde belächelt. Der Anstoß, der Impuls, endlich umzudenken in unserem Wirtschaften und Verhalten, hat bis heute keine nachhaltige Wirkung gezeigt. Wir messen die stetige Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und die Zunahme des Massenanteils von Wasserdampf, über den anthropogenen Anteil hinaus. Die Erkenntnis, dass die Treiber der Erderwärmung reduziert werden müssen und zum Umdenken zwingen, ist beim MT noch nicht angekommen. Der Protest wird in der seit Jahren laufenden medialen Kampagne gewürdigt, die Befürworter aber in ihren Argumenten auf "Pro-Deutschlandtakt" geschrumpft. Die Umstellung auf einen intelligenten Fahrplan und den damit einhergehenden Paradigmenwechsel in der Entwicklung der Eisenbahn-Infrastruktur wird bewusst ausgeklammert. Die Mobilitäts- und Verkehrswende wird, dito, nicht thematisiert. Dass wir attraktive Fern- und Nahverkehrssysteme aufbauen müssen, um die Hauptverursacher der CO2-Emission, das Auto, den Lkw und das Flugzeug, von der Straße und zu bekommen und vom Himmel zu holen, fehlt in den einseitigen Statements der Zeitung. Bleibt die Frage, was die Zeitung antreibt nur das halbe Bild zu malen?

Hans Ulrich Gräf, Minden

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