Nicht zu Ende gedacht In einem Leserbrief zog dessen Verfasser nach der Bundestagswahl sein ernüchtertes Fazit über die CDU. Dieser selbstbeweihräuchernde Leserbrief mit am Ende entgleisenden unchristlichen Auslassungen ist meines Erachtens selbst reif für den Beichtstuhl! Auch die politische Faktenlage ist differenzierter: Mit circa 25 Prozent Wählerstimmen gibt es keinen strahlenden Sieger und mit nur einem Prozent dahinter keinen krachenden Verlierer! Hannelore Kraft hat in ähnlicher Situation schon mal in Unterzahl mit Duldung der Linken in NRW ungeniert ein Kabinett gebildet! Ist es ein Verdienst, wenn Scholz in wenigen Wochen ohne viel eigenes Zutun, abgesichert als Vizekanzler der Koalition, lächelnd mithilfe von Fehlern anderer, von 15 auf 25 Prozent quasi hochgespühlt wird? Wahrscheinlicher ist, dass derjenige Journalist, welcher Laschet geistesgegenwärtig in unpassender Situation ertappte, fotografierte und dies vermutlich lukrativ verbreitete, der wahre Verursacher derzeitiger Rechenspiele ist, auch dessen politischer Vernichter! Unappetitlich alle, die sich daran beteiligen. Ausschlaggebend auch circa 1,3 Millionen Unions-Wechselwähler, die spontan auf solche Ereignisse reagierten und sich nicht über Nacht ideologisch selbst zum Genossen machten! Mit Folgen! Bei allen, nicht global zu Ende gedachten Nachartenden empfiehlt sich Ex-SPD-Kanzler Schröders Zitat: die Kirche im Dorf zu lassen! Ist bekanntlich schief gegangen. Nicht nur national, sondern am internationalen Anspruch wird sich das Koalitionsergebnis messen lassen müssen. Eine hohe Hürde besonders für die neu Beteiligten! Günter Löw, Porta Westfalica

Nicht zu Ende gedacht

In einem Leserbrief zog dessen Verfasser nach der Bundestagswahl sein ernüchtertes Fazit über die CDU.

Dieser selbstbeweihräuchernde Leserbrief mit am Ende entgleisenden unchristlichen Auslassungen ist meines Erachtens selbst reif für den Beichtstuhl! Auch die politische Faktenlage ist differenzierter: Mit circa 25 Prozent Wählerstimmen gibt es keinen strahlenden Sieger und mit nur einem Prozent dahinter keinen krachenden Verlierer! Hannelore Kraft hat in ähnlicher Situation schon mal in Unterzahl mit Duldung der Linken in NRW ungeniert ein Kabinett gebildet!

Ist es ein Verdienst, wenn Scholz in wenigen Wochen ohne viel eigenes Zutun, abgesichert als Vizekanzler der Koalition, lächelnd mithilfe von Fehlern anderer, von 15 auf 25 Prozent quasi hochgespühlt wird? Wahrscheinlicher ist, dass derjenige Journalist, welcher Laschet geistesgegenwärtig in unpassender Situation ertappte, fotografierte und dies vermutlich lukrativ verbreitete, der wahre Verursacher derzeitiger Rechenspiele ist, auch dessen politischer Vernichter! Unappetitlich alle, die sich daran beteiligen. Ausschlaggebend auch circa 1,3 Millionen Unions-Wechselwähler, die spontan auf solche Ereignisse reagierten und sich nicht über Nacht ideologisch selbst zum Genossen machten! Mit Folgen! Bei allen, nicht global zu Ende gedachten Nachartenden empfiehlt sich Ex-SPD-Kanzler Schröders Zitat: die Kirche im Dorf zu lassen! Ist bekanntlich schief gegangen. Nicht nur national, sondern am internationalen Anspruch wird sich das Koalitionsergebnis messen lassen müssen. Eine hohe Hürde besonders für die neu Beteiligten!

Günter Löw, Porta Westfalica

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