Nicht nachzuvollziehen Turn-Star Pauline Schäfer erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Trainerin. Es geht um psychische Gewalt, exzessives Training und den Einsatz von Medikamenten ohne ärztliche Anordnung. Was möchte der Turn–Star Pauline Schäfer mit den Vorwürfen gegen ihre ehemalige Trainerin am Bundesstützpunkt in Chemnitz erreichen? Was ist das Ziel des Berichts im MT über diese Vorwürfe? Soll es darum gehen, turnbegeisterte Mädchen vor bösen Trainern zu schützen und ihnen zu raten, besser die Finger von dieser Sportart zu lassen? Oder ist es wieder die alte Geschichte: “Negative Nachrichten verkaufen sich besser”? Fest steht, dass Pauline Schäfer im Jahr 2012, also im Alter von 15 Jahren, freiwillig und auch mit einem gewissen Stolz aus dem Saarland nach Chemnitz gezogen war. Es ist der gleiche Stolz, den junge Turnerinnen aus Mindener Vereinen empfinden, wenn es ihnen gelingt, etwa zum Leistungszentrum Turnen nach Detmold eingeladen zu werden. Im Trainingszentrum Chemnitz hat sich Pauline Schäfer zu einer deutschen Spitzenturnerin entwickelt. Im Jahr 2017 wurde sie sogar Weltmeister in ihrer Spezialdisziplin Balken. Ein Jahr später, im Juli 2018 erklärte die inzwischen 21-Jährige im Sportmagazin “Pulstreiber”, dass ihr Chemnitz von den Trainingsbedingungen her am besten für den Leistungssport geeignet erschien und sie sagt weiter: “Auch die Chemie mit meiner Trainerin Gabi Frehse hat von Anfang an gestimmt.” Und nun der Vorwurf des Psychoterrors durch eben diese Trainerin! Wie kann das sein? Der von Schäfer erhobene Vorwurf “Psychoterror im Turnen” sollte jedoch nicht zu einer Diskreditierung dieser Sportart führen, die von Mädchen so gern gewählt wird, wie das Fußballspiel von Jungen. An vielen Orten im Mindener Land, bei Jahn Minden, in Meißen, Frille, Vennebeck, Minder Heide, Blasheim, Bad Oeynhausen, Hille, Eidinghausen wird geturnt! Ehrenamtlich agierende Trainerinnen und Trainer sorgen dafür, dass Leistungsturnen bei uns auf Gau- und Bezirksebene stattfindet – und zwar ohne Psychoterror! Das sollte auch so bleiben! Dagmar Beinke, Petershagen

Nicht nachzuvollziehen

Turn-Star Pauline Schäfer erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Trainerin. Es geht um psychische Gewalt, exzessives Training und den Einsatz von Medikamenten ohne ärztliche Anordnung.

Was möchte der Turn–Star Pauline Schäfer mit den Vorwürfen gegen ihre ehemalige Trainerin am Bundesstützpunkt in Chemnitz erreichen? Was ist das Ziel des Berichts im MT über diese Vorwürfe? Soll es darum gehen, turnbegeisterte Mädchen vor bösen Trainern zu schützen und ihnen zu raten, besser die Finger von dieser Sportart zu lassen? Oder ist es wieder die alte Geschichte: “Negative Nachrichten verkaufen sich besser”?

Fest steht, dass Pauline Schäfer im Jahr 2012, also im Alter von 15 Jahren, freiwillig und auch mit einem gewissen Stolz aus dem Saarland nach Chemnitz gezogen war. Es ist der gleiche Stolz, den junge Turnerinnen aus Mindener Vereinen empfinden, wenn es ihnen gelingt, etwa zum Leistungszentrum Turnen nach Detmold eingeladen zu werden. Im Trainingszentrum Chemnitz hat sich Pauline Schäfer zu einer deutschen Spitzenturnerin entwickelt. Im Jahr 2017 wurde sie sogar Weltmeister in ihrer Spezialdisziplin Balken. Ein Jahr später, im Juli 2018 erklärte die inzwischen 21-Jährige im Sportmagazin “Pulstreiber”, dass ihr Chemnitz von den Trainingsbedingungen her am besten für den Leistungssport geeignet erschien und sie sagt weiter: “Auch die Chemie mit meiner Trainerin Gabi Frehse hat von Anfang an gestimmt.” Und nun der Vorwurf des Psychoterrors durch eben diese Trainerin! Wie kann das sein?

Der von Schäfer erhobene Vorwurf “Psychoterror im Turnen” sollte jedoch nicht zu einer Diskreditierung dieser Sportart führen, die von Mädchen so gern gewählt wird, wie das Fußballspiel von Jungen. An vielen Orten im Mindener Land, bei Jahn Minden, in Meißen, Frille, Vennebeck, Minder Heide, Blasheim, Bad Oeynhausen, Hille, Eidinghausen wird geturnt! Ehrenamtlich agierende Trainerinnen und Trainer sorgen dafür, dass Leistungsturnen bei uns auf Gau- und Bezirksebene stattfindet – und zwar ohne Psychoterror! Das sollte auch so bleiben!

Dagmar Beinke, Petershagen

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