Neue Priorisierungen Ein Leser macht sich Gedanken um das Voranschreiten der Corona-Schutzimpfung. Ich bin 67 Jahre alt und habe acht chronische Dauererkrankungen und bin somit auch ein Mensch mit einem erhöhten Risiko eine Corona-Infektion nicht zu überleben. Ich lebe quasi in selbst gewählter Isolation und war etwas enttäuscht, dass ich erst in der dritten Gruppe mit Impfen dran bin. Doch inzwischen hat sich das ja grundlegend geändert - doch nicht zum Positiven. Immer mehr neue Gruppen werden vorgezogen und wir Älteren mit erheblichen Risikofaktoren fallen hinten runter. Ein Bekannter von mir (80 plus) hat seine Impftermine am 27. April und 25. Mai. Dann kommt die Gruppe 70 plus und dann 60 plus. Dazu noch viele andere Gruppen. Wenn das mit dem Durcheinander und Vorziehen so weitergeht, befürchte ich dieses Jahr nicht mehr dranzukommen. Man könnte den Verdacht äußern, dass da vielleicht System hinter steckt. Man ist ja nicht mehr produktiv und die Renten- und Pflegekassen sind ja auch nicht übervoll. Nun noch ein Hinweis zu den wieder steigenden Zahlen der Neuinfektionen. Ein Blick an den Kanal oder die Weserpromenade am Wochenende hätte genügt. Menschenmassen schoben sich hier ohne jeden Abstand und ohne Masken durch die Gegend. Wo waren Ordnungsamt und Polizei, um das zu unterbinden? Ich muss aus therapeutischen Gründen jeden Tag raus. Solche Hotspots meide ich aber aus Eigenschutzgründen. Auch woanders kann man laufen und ich treffe kaum Menschen. Ralf Hoppmann, Minden

Neue Priorisierungen

Ein Leser macht sich Gedanken um das Voranschreiten der Corona-Schutzimpfung.

Ich bin 67 Jahre alt und habe acht chronische Dauererkrankungen und bin somit auch ein Mensch mit einem erhöhten Risiko eine Corona-Infektion nicht zu überleben. Ich lebe quasi in selbst gewählter Isolation und war etwas enttäuscht, dass ich erst in der dritten Gruppe mit Impfen dran bin. Doch inzwischen hat sich das ja grundlegend geändert - doch nicht zum Positiven. Immer mehr neue Gruppen werden vorgezogen und wir Älteren mit erheblichen Risikofaktoren fallen hinten runter.

Ein Bekannter von mir (80 plus) hat seine Impftermine am 27. April und 25. Mai. Dann kommt die Gruppe 70 plus und dann 60 plus. Dazu noch viele andere Gruppen. Wenn das mit dem Durcheinander und Vorziehen so weitergeht, befürchte ich dieses Jahr nicht mehr dranzukommen. Man könnte den Verdacht äußern, dass da vielleicht System hinter steckt. Man ist ja nicht mehr produktiv und die Renten- und Pflegekassen sind ja auch nicht übervoll.

Nun noch ein Hinweis zu den wieder steigenden Zahlen der Neuinfektionen. Ein Blick an den Kanal oder die Weserpromenade am Wochenende hätte genügt. Menschenmassen schoben sich hier ohne jeden Abstand und ohne Masken durch die Gegend. Wo waren Ordnungsamt und Polizei, um das zu unterbinden? Ich muss aus therapeutischen Gründen jeden Tag raus. Solche Hotspots meide ich aber aus Eigenschutzgründen. Auch woanders kann man laufen und ich treffe kaum Menschen.

Ralf Hoppmann, Minden

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