Mitgefühl und Selbstkritik fehlen Betr.: Leserbrief „Erkenntnis Fehlanzeige“, MT vom 5. SeptemberDer Waldorflehrer und Familienvater hat ohne beruflichen Fehl nach 20 Jahren seine Anstellung durch öffentliche Ächtung verloren. Er und seine Familie wurden ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt. Und der gute Ruf des Lehrers wurde so verletzt, dass er wohl zeitlebens seinem alten Beruf nicht mehr wird nachgehen können. Doch der Leserbriefschreiber tritt nach. Ihm fehlen jegliches Mitgefühl und Selbstkritik. Und wenn er schreibt „es wird deutlich, dass mit der Vertragsauflösung nur ein Teil des Problems gelöst wurde und dass noch viel Aufklärung oder weitere Konsequenzen notwendig sind“, so kommt neben seiner Selbstgefälligkeit und dem Nachtreten noch seine Rastlosigkeit zum Ausdruck.Abermals sind die Vorwürfe haltlos, die er wiederholt: Der Waldorflehrer „schrieb Artikel für die Zeitung der neonazistischen 'Artgemeinschaft'“. Das Gutachten de von vielen als „links“ eingestuften „mobilen Beratung gegen rechts“ hat jedoch alle Texte des Lehrers unter die Lupe genommen und konnte keine inhaltlichen Beanstandungen finden.Angemerkt wurde, dass er gelegentlich in Zeitschriften veröffentlicht habe, die nach Auffassung der mobilen Beratung „rechts“ stünden, ein dehnbarer Begriff, der bis in die linke Ecke hineingezogen werden kann. Daher geht der Schreiber auch nicht auf die Inhalte der Artikel des Waldorflehrers ein und nur darauf wäre es angekommen und nur diese hätte er verantworten müssen.Stattdessen bestückt und rückt er die „geprüften“ Artikel im Umhang furchterregender Wörter nach „rechts“, um so den Lehrer auf der emotionalen Schiene zu verunglimpfen. In gleicher Weise verhält es sich mit allen anderen Einwänden, die er als „Informationen“ ausgibt. In Wirklichkeit dienen sie der öffentlichen Anschwärzung. Wie soll man sich dagegen wehren? Das nächste Opfer hat der Rastlose bestimmt schon ausgespäht. Doch eigentlich kann es jeden treffen, so wie beid er Hexenverfolgung im Mittelalter.Ralf Koneckis-Bienas, Dortmund

Mitgefühl und Selbstkritik fehlen

Betr.: Leserbrief „Erkenntnis Fehlanzeige“, MT vom 5. September

Der Waldorflehrer und Familienvater hat ohne beruflichen Fehl nach 20 Jahren seine Anstellung durch öffentliche Ächtung verloren. Er und seine Familie wurden ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt. Und der gute Ruf des Lehrers wurde so verletzt, dass er wohl zeitlebens seinem alten Beruf nicht mehr wird nachgehen können. Doch der Leserbriefschreiber tritt nach. Ihm fehlen jegliches Mitgefühl und Selbstkritik. Und wenn er schreibt „es wird deutlich, dass mit der Vertragsauflösung nur ein Teil des Problems gelöst wurde und dass noch viel Aufklärung oder weitere Konsequenzen notwendig sind“, so kommt neben seiner Selbstgefälligkeit und dem Nachtreten noch seine Rastlosigkeit zum Ausdruck.

Abermals sind die Vorwürfe haltlos, die er wiederholt: Der Waldorflehrer „schrieb Artikel für die Zeitung der neonazistischen 'Artgemeinschaft'“. Das Gutachten de von vielen als „links“ eingestuften „mobilen Beratung gegen rechts“ hat jedoch alle Texte des Lehrers unter die Lupe genommen und konnte keine inhaltlichen Beanstandungen finden.

Angemerkt wurde, dass er gelegentlich in Zeitschriften veröffentlicht habe, die nach Auffassung der mobilen Beratung „rechts“ stünden, ein dehnbarer Begriff, der bis in die linke Ecke hineingezogen werden kann. Daher geht der Schreiber auch nicht auf die Inhalte der Artikel des Waldorflehrers ein und nur darauf wäre es angekommen und nur diese hätte er verantworten müssen.

Stattdessen bestückt und rückt er die „geprüften“ Artikel im Umhang furchterregender Wörter nach „rechts“, um so den Lehrer auf der emotionalen Schiene zu verunglimpfen. In gleicher Weise verhält es sich mit allen anderen Einwänden, die er als „Informationen“ ausgibt. In Wirklichkeit dienen sie der öffentlichen Anschwärzung. Wie soll man sich dagegen wehren? Das nächste Opfer hat der Rastlose bestimmt schon ausgespäht. Doch eigentlich kann es jeden treffen, so wie beid er Hexenverfolgung im Mittelalter.

Ralf Koneckis-Bienas, Dortmund

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