Minnie, das Seeungeheuer In die Stadtblänke kommt eine 11,20 Meter hohe Pegelschlange. Wenn an einem lauen Sommermorgen Nebelschwaden über der Stadtblänke stehen und die Sonne tief im Osten gerade über dem Horizont steht, kannst du sie sehen. Minnie, das Seeungeheuer von (Mo-)Loch Minden. Kunst kann und Kunst darf spalten. Das wissen die Mindener spätestens seit der immer wiederkehrenden Debatte um das Keilstück. Es ist schon ein Stück weit perfide, dass gerade dieses Keilstück nun als Grund genannt wird, warum zwei Vereine lange Zeit an einem Denkmal planen und auch schon im wahrsten Sinne des Wortes ein Fundament für dieses Kunstwerk legen, ohne die Öffentlichkeit oder auch nur die verantwortlichen Institutionen zu informieren. Immerhin, es ist ein Geschenk, die Finanzierung ist gesichert. Müsste sich die Mindener Bevölkerung nicht darüber freuen? Wenn Minden nicht mit sagen wir mal, einer Veranstaltungshalle, einem modernen Kino, einer funktionierenden Kulturszene glänzen kann, dann doch wenigstens mit einer eisernen Skultur, die die Besucher am Stadttor empfängt. Scheinbar sind sich im Stadtrat alle einig, dass dieses Geschenk eine gute Sache ist. Und schön, dass die Aufträge für die Erstellung des Kunstwerkes an heimische Unternehmen gehen sollen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Am 13.09. sind Kommunalwahlen. Es ist schön, dass die Information der Bevölkerung über das Kunstwerk noch rechtzeitig erfolgt ist, um die Frage, ob man das Geschenk annehmen darf, noch in den Wahlkampf mit aufzunehmen. Vielleicht fragt ja mal jemand bei einer Wahlkampfveranstaltung nach, denn es geht eben nicht "nur" um ein Kunstwerk, sondern um die Art und Weise wie die Öffentlichkeit behandelt und vorgeführt wird. Andreas Müller, Minden

Minnie, das Seeungeheuer

In die Stadtblänke kommt eine 11,20 Meter hohe Pegelschlange.

Wenn an einem lauen Sommermorgen Nebelschwaden über der Stadtblänke stehen und die Sonne tief im Osten gerade über dem Horizont steht, kannst du sie sehen. Minnie, das Seeungeheuer von (Mo-)Loch Minden.

Kunst kann und Kunst darf spalten. Das wissen die Mindener spätestens seit der immer wiederkehrenden Debatte um das Keilstück. Es ist schon ein Stück weit perfide, dass gerade dieses Keilstück nun als Grund genannt wird, warum zwei Vereine lange Zeit an einem Denkmal planen und auch schon im wahrsten Sinne des Wortes ein Fundament für dieses Kunstwerk legen, ohne die Öffentlichkeit oder auch nur die verantwortlichen Institutionen zu informieren. Immerhin, es ist ein Geschenk, die Finanzierung ist gesichert. Müsste sich die Mindener Bevölkerung nicht darüber freuen? Wenn Minden nicht mit sagen wir mal, einer Veranstaltungshalle, einem modernen Kino, einer funktionierenden Kulturszene glänzen kann, dann doch wenigstens mit einer eisernen Skultur, die die Besucher am Stadttor empfängt.

Scheinbar sind sich im Stadtrat alle einig, dass dieses Geschenk eine gute Sache ist. Und schön, dass die Aufträge für die Erstellung des Kunstwerkes an heimische Unternehmen gehen sollen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Am 13.09. sind Kommunalwahlen. Es ist schön, dass die Information der Bevölkerung über das Kunstwerk noch rechtzeitig erfolgt ist, um die Frage, ob man das Geschenk annehmen darf, noch in den Wahlkampf mit aufzunehmen. Vielleicht fragt ja mal jemand bei einer Wahlkampfveranstaltung nach, denn es geht eben nicht "nur" um ein Kunstwerk, sondern um die Art und Weise wie die Öffentlichkeit behandelt und vorgeführt wird.

Andreas Müller, Minden

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