Meinungsjournalismus ist fehl am Platz Dürfen Lockerungen der Corona-Regeln vom Impfstatus abhängig gemacht werden? Über diese Frage wird nicht nur politisch gestritten. Auf der Titelseite des MT vom 12. Juli wurden den Lesern unter anderem die bemerkenswerten Ansichten des Chefs der Kassenärzte von Rheinland-Pfalz, Herrn Peter Heinz, über Nicht-Geimpfte präsentiert. Diejenigen ohne vollständige Corona-Impfungen sollten seiner Meinung nach nicht ihre Maske ablegen dürfen, nicht ins Stadion und ins Schwimmbad und man sollte ihnen nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren. Sie wären eine Gefahr für die Gesellschaft und somit nicht berechtigt, die gleichen Freiheiten wie Geimpfte zu bekommen. Stimmen aus der FDP haben das mittlerweile als „autoritären Unsinn“ bezeichnet. Der Herr Allgemeinmediziner ruderte zurück, da er sich „missverständlich“ ausgedrückt hätte! Nun könnte man das als Bericht über eine Person in exponierter Stellung abhaken, welche nicht besonders freiheits- und demokratienah ist. Doch in derselben Ausgabe dieser Zeitung erschien ein Kommentar zu diesen Aussagen! Darin erklärt uns der Kommentator, dass die Meinung des Arztes zwar „provokant, aber richtig“ sei! Denn wer sich nicht impfen lasse, müsse auch die Folgen tragen. Gemeint sind wohl dauerhafte Freiheitseinschränkungen. Nun könnte man auch hier sagen, der Kommentar ist eine Einzelmeinung. Stimmt, aber warum wählte die Redaktion des MT nicht einen Kommentar, der die Meinung des Arztes als antifreiheitlich und antidemokratisch, als autoritär und bevormundend und somit schlicht als falsch wertet? Gibt es in den Redaktionsstuben etwa Anhänger dieses „autoritären Unsinns“? Ich bin in einer Diktatur aufgewachsen und meine Skepsis wächst, je größer staatlicher und medialer Druck auf die Bürger wird. Bis heute gibt es keine Berichterstattung über Todeszahlen wirklich ursächlich durch Corona. Mit den Kapazitäten der Intensivbetten wurde massiv gemogelt. PCR-Test positiv bedeutet mehrheitlich nicht krank, ist aber die Grundlage für alle Freiheits- und Wirtschaftseinschränkungen. Warum sollte daraus Vertrauen in die Impfkampagnen entstehen, bei Impfstoffen mit vollkommen neuen Wirkmechanismus und ungewöhnlich geringer vorheriger Testung und mit zum Teil massiven Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen? Die Aufgabe der Medien ist allumfassende Information über die Fakten. Haltungs- und Meinungsjournalismus ist fehl am Platz! Michael Jecke, Petershagen

Meinungsjournalismus ist fehl am Platz

Dürfen Lockerungen der Corona-Regeln vom Impfstatus abhängig gemacht werden? Über diese Frage wird nicht nur politisch gestritten.

Auf der Titelseite des MT vom 12. Juli wurden den Lesern unter anderem die bemerkenswerten Ansichten des Chefs der Kassenärzte von Rheinland-Pfalz, Herrn Peter Heinz, über Nicht-Geimpfte präsentiert. Diejenigen ohne vollständige Corona-Impfungen sollten seiner Meinung nach nicht ihre Maske ablegen dürfen, nicht ins Stadion und ins Schwimmbad und man sollte ihnen nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren. Sie wären eine Gefahr für die Gesellschaft und somit nicht berechtigt, die gleichen Freiheiten wie Geimpfte zu bekommen. Stimmen aus der FDP haben das mittlerweile als „autoritären Unsinn“ bezeichnet. Der Herr Allgemeinmediziner ruderte zurück, da er sich „missverständlich“ ausgedrückt hätte!

Nun könnte man das als Bericht über eine Person in exponierter Stellung abhaken, welche nicht besonders freiheits- und demokratienah ist. Doch in derselben Ausgabe dieser Zeitung erschien ein Kommentar zu diesen Aussagen! Darin erklärt uns der Kommentator, dass die Meinung des Arztes zwar „provokant, aber richtig“ sei! Denn wer sich nicht impfen lasse, müsse auch die Folgen tragen. Gemeint sind wohl dauerhafte Freiheitseinschränkungen. Nun könnte man auch hier sagen, der Kommentar ist eine Einzelmeinung. Stimmt, aber warum wählte die Redaktion des MT nicht einen Kommentar, der die Meinung des Arztes als antifreiheitlich und antidemokratisch, als autoritär und bevormundend und somit schlicht als falsch wertet? Gibt es in den Redaktionsstuben etwa Anhänger dieses „autoritären Unsinns“?

Ich bin in einer Diktatur aufgewachsen und meine Skepsis wächst, je größer staatlicher und medialer Druck auf die Bürger wird. Bis heute gibt es keine Berichterstattung über Todeszahlen wirklich ursächlich durch Corona. Mit den Kapazitäten der Intensivbetten wurde massiv gemogelt. PCR-Test positiv bedeutet mehrheitlich nicht krank, ist aber die Grundlage für alle Freiheits- und Wirtschaftseinschränkungen. Warum sollte daraus Vertrauen in die Impfkampagnen entstehen, bei Impfstoffen mit vollkommen neuen Wirkmechanismus und ungewöhnlich geringer vorheriger Testung und mit zum Teil massiven Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen?

Die Aufgabe der Medien ist allumfassende Information über die Fakten. Haltungs- und Meinungsjournalismus ist fehl am Platz!

Michael Jecke, Petershagen

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