Mehr offene Fragen 2015 flog ein rechtsradikaler Lehrer an der Freien Waldorfschule Minden auf (MT vom 22. Februar). Als am vergangenen Holocaust-Gedenktag der WDR den Film „Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern“ ausstrahlte, war die Mindener Waldorfschule erneut Thema. Es ist unerlässlich, an einer Schule durch geeignete Maßnahmen und Prozesse sicherzustellen, dass extreme Gesinnungen keinen Raum finden. Die Vorkommnisse an der Waldorfschule Minden im Jahr 2015 haben dies deutlich gemacht. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, wie die Situation an der Schule heute aussieht. Welche Maßnahmen hat die Waldorfschule Minden verankert, um rechte Tendenzen zu erkennen beziehungsweise ihnen vorzubeugen? Wie ist die Wahrnehmung der heutigen Eltern? Der Artikel verweist pauschal auf die Homepage der Schule, wo die Aufarbeitung des Falles beschrieben werde. Herr Koch erwähnt das Programm der Waldorfschulen zum Nationalsozialismus, ohne jedoch auf dessen Inhalte einzugehen. Dafür beschreibt er mit „Schule ohne Rassismus“ ein anderes anerkanntes und begrüßenswertes Projekt, an dem die Waldorfschule Minden aber nicht teilnimmt. So kann durchaus der Eindruck entstehen, die Bemühungen der Waldorfschule Minden seien halbherzig. Einige „ungeklärte Fragen“, insbesondere die Frage nach einer Abfindung hätte man mit etwas Recherche einordnen können. Schließlich äußert sich die Waldorfschule Minden in zwei ausführlichen Texten auf ihrer Homepage dazu. Ein expliziter Hinweis auf diese Stellungnahmen wäre hilfreich (und fair?) gewesen. Nicht zuletzt, weil darin auch die Richtigstellungen des WDR erwähnt werden. Iris Frohwitter, Porta Westfalica

Mehr offene Fragen

2015 flog ein rechtsradikaler Lehrer an der Freien Waldorfschule Minden auf (MT vom 22. Februar). Als am vergangenen Holocaust-Gedenktag der WDR den Film „Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern“ ausstrahlte, war die Mindener Waldorfschule erneut Thema.

Es ist unerlässlich, an einer Schule durch geeignete Maßnahmen und Prozesse sicherzustellen, dass extreme Gesinnungen keinen Raum finden. Die Vorkommnisse an der Waldorfschule Minden im Jahr 2015 haben dies deutlich gemacht. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, wie die Situation an der Schule heute aussieht. Welche Maßnahmen hat die Waldorfschule Minden verankert, um rechte Tendenzen zu erkennen beziehungsweise ihnen vorzubeugen? Wie ist die Wahrnehmung der heutigen Eltern? Der Artikel verweist pauschal auf die Homepage der Schule, wo die Aufarbeitung des Falles beschrieben werde.

Herr Koch erwähnt das Programm der Waldorfschulen zum Nationalsozialismus, ohne jedoch auf dessen Inhalte einzugehen. Dafür beschreibt er mit „Schule ohne Rassismus“ ein anderes anerkanntes und begrüßenswertes Projekt, an dem die Waldorfschule Minden aber nicht teilnimmt. So kann durchaus der Eindruck entstehen, die Bemühungen der Waldorfschule Minden seien halbherzig.

Einige „ungeklärte Fragen“, insbesondere die Frage nach einer Abfindung hätte man mit etwas Recherche einordnen können. Schließlich äußert sich die Waldorfschule Minden in zwei ausführlichen Texten auf ihrer Homepage dazu. Ein expliziter Hinweis auf diese Stellungnahmen wäre hilfreich (und fair?) gewesen. Nicht zuletzt, weil darin auch die Richtigstellungen des WDR erwähnt werden.

Iris Frohwitter, Porta Westfalica

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